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Polizei, Modellbahnfreunde und Weisser Ring laden ein : Dreifacher Tag der offenen Tür

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Pritzwalker Modellbahnfreunde, Polizeirevier und auch der Weisse Ring stellen sich den Fragen rund um ihre Arbeit

Gleich einen doppelten Tag der offenen Tür konnten Pritzwalker und Interessierte am Samstag im Bahnhofsgebäude der Stadt erleben. Denn nicht nur die ansässigen Modellbahnfreunde hatten geladen und präsentierten ihre mehrere Zimmer große Anlage, sondern auch die örtliche Polizei öffnete die Türen ihres Polizeireviers.

Und hier war gleich zu Beginn des Tages mächtig Betrieb. Etwas 20 Meter lang war die Schlange, die sich dem Ankommenden bot. „Der Grund hierfür war in erster Linie die Fahrradcodierung, die immer gern angenommen wird“, erzählt Frank Radloff. Etwas über 30 Räder hätten er und seine Kollegen allein in den ersten beiden Stunden codiert.

Der Leiter des Polizeireviers hatte aber auch sonst nur wenige ruhige Minuten. Auch die Aufsicht über den Reaktionstest oblag dem Revierleiter. Hierbei wurde anhand eines Signals und der Reaktionszeit ein voraussichtlicher Bremsweg des Autos ermittelt. Jürgen Mittag war einer der Besucher, die sich dem Test stellten. „Ich habe ja schon einen langen Bremsweg erwartet, hatte eigentlich eine schnelle Reaktion und war dann aber doch sehr überrascht, wann das Auto wirklich zum Stehen kommt“, erzählt er.

Wenige Meter entfernt hat Gerd Puppel gerade seine Führung durch das Revier beendet. Doch die sechs Jungen, die ihm folgen, wollen sich noch nicht zerstreuen, erst muss noch das Schutzschild ausprobiert werden. Und so hält der Obermeister den Schutz vor sich, während die Jungen mit dem Schlagstock die Stabilität testen.

Allgemein ist der Andrang recht gut, sodass Revierleiter Radloff zufrieden mit dem Tag ist. „Initiatoren sind ja jedes Jahr die Modellbahnfreunde, wir hängen uns dann dran. Zudem ist der Weiße Ring vor Ort, informiert über Opferberatung. Vor allem die Kinder zieht es aber zum Streifenwagen oder in unsere Ausstellung mit Polizeiausrüstung“, so Radloff.

Und bei dieser hat Melitta Ribbe das Sagen. „Wir hatten auch im alten Revier ein Traditionszimmer und mussten es beim Umzug aufgeben. Hier, im Keller des Bahnhofes, haben wir aber ein schönes, neues Zuhause gefunden“, erzählt sie. Drei Räume sind mit Ausrüstung und vor allem Geschichte gefüllt. So gibt es unter anderem einen Raum des „Abschnittsbevollmächtigten“, in dem an diesem Tag Ingo und Christian Moschall Platz genommen haben. Die beiden Warener gehören der Interessengemeinschaft Transportpolizei an, hatten einen Polizei-Wartburg dabei und gaben gern Auskunft.

Wenige Meter entfernt, konnten die Besucher die Arbeit der Pritzwalker Modellbahnfreunde erleben. Unter der Leitung von Steffen Rösinger und Wilfried Strecker ist hier eine sich über vier Räume erstreckende Anlage entstanden. „Bei uns sind acht Erwachsene und acht Heranwachsende aktiv. Vor allem ist so ein Tag auch immer etwas Werbung. Wir haben eine kleine Eisenbahnbörse und wollen den Leuten einfach zeigen, was wir machen und Fragen beantworten“, erzählt Strecker.

Und die kamen an diesem Tage auch von René Georgius. Der Pritzwalker war mit seiner Frau gekommen, um sich Fahrräder codieren zu lassen. „Beide Ausstellungen waren sehr interessant, vor allem für Kinder sind Modellbahnen ja immer toll. Dass die Anlage jedoch so groß ist, habe ich nicht gewusst. Es war heute eine gute Verbindung von allen Parteien, die dieses Gebäude nutzen“, erzählt er.

Von dem Areal war auch Jürgen Mittag überrascht: „Mir war bekannt, dass unten ausgebaut wurde und die Modellbauer dort sind, aber die Größenordnung hat mich doch überrascht. Vor allem die Technik fand ich interessant und den ganzen Termin heute Prima.“

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