Drei Wünsche zu Weihnachten

Fred Poleska mit zwei netten kleinen Vierbeinern, die - neben einigen anderen - ein neues Zuhause suchen: Terry, der Mini-Yorkshire-Rüde (11 Monate), und Mike, der einjährige schwarze, sehr anhängliche und verschmuste Kater.Birgit Hamann
Fred Poleska mit zwei netten kleinen Vierbeinern, die - neben einigen anderen - ein neues Zuhause suchen: Terry, der Mini-Yorkshire-Rüde (11 Monate), und Mike, der einjährige schwarze, sehr anhängliche und verschmuste Kater.Birgit Hamann

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29. November 2012, 06:06 Uhr

Dergenthin | Es ist nicht so, dass die Prignitzer kein Herz für Tiere hätten. "In der Weihnachtszeit kommt es schon des öfteren vor, das Leute Futter vor die Tür stellen", erzählt Fred Poleska. Er ist seit fünf Jahren Vorsitzender des Tierschutzvereins Prignitz e. V., den es seit 17 Jahren gibt, und betreibt in Dergenthin (Stadt Perleberg) außerdem "Bens Hundehof" - wo es allerdings nicht nur Hunde gibt. Aber dazu später.

Zahlreiche Vierbeiner konnte der Dergenthiner seit 2004, seitdem er selbstständig ist, schon in liebevolle Hände vermitteln. Und für den wunderschönen, siebenjährigen Rhodesian-Ridgeback-Rüden Zayo, dem sein ausgeprägter Beschützerinstinkt zum Verhängnis geworden war, gibt es sogar einen Paten: "Malermeister Maik Ludwig aus Perleberg. Er sponsert seit September, seit dem Zayo hier ist, das Futter", berichtet Fred Poleska. Dennoch gibt es Dinge, die ihn ratlos zurücklassen. Dabei geht es weniger um Hunde, als vielmehr um Katzen. "Uns als Verein macht die Katzenpopulation Sorgen. Eines unserer erklärten Ziele ist ja das Einfangen und Kastrieren freilaufender Katzen, um deren unkontrollierte Vermehrung einzudämmen und sie anschließend wieder als Freiläufer zu entlassen beziehungsweise zu vermitteln", erläutert Poleska. Gefühlt nehme die Population aber ständig zu. Fast täglich erreichten ihn Anrufe, in denen über junge Katzen informiert wird, die abzugeben seien. Es gleiche dem sprichwörtlichen Kampf gegen Windmühlenflügel. "Da ist noch jede Menge Aufklärungsarbeit nötig - für die bräuchten wir zum Beispiel Geldspenden", umreißt Fred Poleska einen Weihnachtswunsch des Vereins.

Ein weiterer wäre der Bau eines kleinen Auslaufes im Bereich der Katzenunterkunft. "Ich stelle dem Tierschutzverein ja einen Katzen-Wohncontainer sowie vier Zwinger für Hunde zur Verfügung", erläutert Poleska sein Engagement auf dem Gelände in Dergenthin. Angedacht war einst der Bau eines Tierheimes. Allerdings seien sich die Kommunen im regionalen Wachstumskern letztendlich nicht einig geworden. Das Vorhaben wurde bis heute nicht realisiert. Als "Bens Hundehof" hat Fred Poleska Verträge mit den Ordnungsämtern der Stadt Wittenberge und der Gemeinde Karstädt, kooperiert außerdem mit dem Perleberger Stadtbetriebshof. Hunde und Katzen, die ausgesetzt oder aus welchen Gründen auch immer abgegeben werden, finden hier ein Zuhause auf Zeit. "Ich hatte aber auch schon mal zwei Ponys hier, die aus schlechter Haltung herausgenommen werden mussten", berichtet Poleska, der in Dergen thin geboren wurde, aufwuchs und bereits in jungen Jahren stets von Tieren umgeben war.

Apropos junge Jahre: Da gäbe es noch einen dritten Wunsch, den der Tierschützer äußert. "Unser Verein hat einen hohen Altersdurchschnitt. Wir würden uns sehr freuen, wenn mehr junge Leute sich für die Mitarbeit begeistern könnten", sagt Fred Poleska, der selbst demnächst das 58. Lebensjahr vollendet. Vielleicht könnte dann auch der aktive Kern an Ehrenamtlern vergrößert werden, der momentan aus lediglich fünf bis sechs Leuten besteht. Insgesamt zählt der Tierschutzverein Prignitz gut 60 Mitstreiter. Natürlich freue man sich grundsätzlich über jedes neue Mitglied. Der Mitgliedsbeitrag beträgt übrigens nur einen Euro im Monat. "Der Verein lebt allerdings hauptsächlich von Spenden", macht Fred Poleska deutlich. Und so sei jede Zuwendung - auch in Form von Futterspenden - stets willkommen, nicht nur in der Weihnachtszeit.

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