Buntes Bühnenprogramm : Drei Heidelbeeren für Pritzwalk

Drei Generationen, ein Ziel – volle Eimer. Für Silke und Annika Böse, Marlon Hodel und Katharina Goldmann (v.l.) stand schon während des Pflückens fest: „Die meisten Heidelbeeren schaffen es nicht bis nach Hause.“
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Drei Generationen, ein Ziel – volle Eimer. Für Silke und Annika Böse, Marlon Hodel und Katharina Goldmann (v.l.) stand schon während des Pflückens fest: „Die meisten Heidelbeeren schaffen es nicht bis nach Hause.“

7. Fest auf der Pritzwalker Plantage wartet mit Stargast Ella Endlich auf: Neue Königin und Pflückmeisterschaft als Abschluss

svz.de von
01. August 2016, 12:00 Uhr

Küss mich, halt mich, lieb mich – diese drei dem bekannten Songtext entlehnten Worte können gleich im doppelten Sinne für die 7. Pritzwalker Heidelbeertage stehen. Zum einen für die dicken, blauen Beeren, um die sich an den beiden Tagen alles drehte; egal, ob in Form von Kuchen, Saft oder dem Pflücken. Zum anderen für den Interpreten des Liedes und Stargast der Festtage – Ella Endlich – die den Blaubeeren beinahe den Rang ablaufen konnte und mit ihrem, der Melodie des Films „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ entlehnten Hit die Zuhörer in ihren Bann zog.

Emelie und Annika Köhler waren extra mit einem Bus und etwa 50 Gleichgesinnten aus Neuwin, einem Ort im Oderbruch, angereist. „Die Kombination stimmt hier, wir kennen Ella vom Vorausscheid zum Eurovision Songcontest, sie jetzt aber live zu erleben, ist schon toll“, so die beiden. Nicht ganz so weit hatte es Adelheid Kraft. Sie und ihr Mann kamen aus der Nähe von Wittstock zum Heidelbeerfest: „Wir sind schon seit vier Stunden hier und warten natürlich auf Ella Endlich. Wir kennen sie schon aus dem Fernsehen, mögen ihre Stimme und ihre Art und wollen sie auch einmal persönlich erleben“, erzählen sie. Kein Wunder also, dass viele Besucher lauthals in die Zeilen „Küß mich, halt mich, lieb mich“, einstimmten.

Doch war die Sängerin nur ein kleiner Teil des bunten Rahmenprogramm beim Fest. Egal, ob Line-Dancer, Carnevalsclub oder Shantychor, auf der Bühne war immer Betrieb.

Und dann waren da ja noch die blauen Beeren, die gepflückt und gekostet wurden und jede Menge Gesprächsstoff lieferten. „Bei uns wird daraus Marmelade oder auch Likör, das Rezept hat meine Tochter herausgefunden und nun möchte ich es auch einmal versuchen“, erzählt Rita Chamulla, die aus der Nähe von Flensburg angereist ist und für sich und ihre Töchter mindestens zehn Kilo pflücken wollte. Familiäre Verstärkung gleich mitgebracht hat sich dagegen Silke Böse aus Kyritz. Drei Generationen pflücken hier gleichzeitig. „Das Pflücken und Naschen machen doch am meisten Spaß. Ich glaube auch nicht, dass es unsere zehn Kilogramm bis nach Hause schaffen werden, auf der Rückfahrt ist bestimmt schon der halbe Eimer leer“, erzählt Tochter Annika lächelnd.

Worte, die Plantagenbetreiber Bernd-Uwe Arndt sicherlich gerne hört. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Publikum und dem Fest und dass es jedes Jahr größer wird, zeigt auch, dass die Leute es annehmen“, so der Veranstalter.

34 Stände mit regionalen Anbietern rundeten das Gesamtbild ab. „Hier trifft man wirklich ein interessiertes und dankbares Publikum“, so die Wittstocker Kräuterfee Barbara Sommerfeld.

Gestern stand der Tag dann ganz im Zeichen des Machtwechsels. Königin Anne I. übernahm den Thron und ist nun für zwei Jahre die neue Heidelbeerkönigin. „Mein Kleid habe ich mir natürlich im passenden dunklen Heidelbeerblau ausgesucht“, so die 26-Jährige, die bürgerlich Anne Jacob heißt. „Ich möchte in den zwei Jahren vor allem die Stadt repräsentieren und natürlich mag ich Heidelbeeren sehr gerne. Ich habe sie dieses Jahr sogar schon gepflückt, gegessen und auch verkauft“, so die Königin augenzwinkernd.

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