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Schwerer Unfall bei Cumlosen : Dramatische Rettungsaktion

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Auto lag mit dem Dach am Baumstamm: Feuerwehren und Notärzte bergen nach einer knappen Stunde zwei Schwerverletzte bei Cumlosen

Es war ein Kampf gegen die Zeit, ein Kampf um wertvolle Minuten, ein Ringen um zwei Menschenleben. Am Sonnabend verlor ein Kraftfahrer zwischen Cumlosen und Motrich die Kontrolle über sein Fahrzeug. In einer Kurve kam der in der Prignitz zugelassene Lkw Citroen von der Straße ab, kippte um und knallte mit dem Dach gegen einen Baum. Nach knapp einer Stunde konnten die Retter beide Personen aus dem Auto befreien – lebend.

Gegen 18.20 Uhr ereignete sich der Unfall. Cumlosens Feuerwehr war zuerst vor Ort, Wehrführer Gordon Fähling leitete den Einsatz. Kurz darauf rückten die Wittenberge Kameraden mit zwei Fahrzeugen aus, rasten Rettungswagen, Notarzt und zwei Streifenwagen zum Unfallort in einem kleinen Wäldchen kurz hinter dem Ortsausgang Cumlosen. Die dortige Kurve gilt als gefährlich und heimtückisch und wurde nach ersten Erkenntnissen dem Fahrer zum Verhängnis.

Beide Insassen (34 Jahre und 16 Jahre) waren so schwer eingeklemmt, dass die Rettungskräfte sie nicht sofort aus dem Wrack befreien konnten. Wittenberger Kameraden übernahmen bis zur Ankunft des Rettungsdienstes die Betreuung der Verletzten, informierte Norman Rauth, Pressesprecher der Feuerwehr. Die eintreffenden Sanitäter und der Notarzt legten eine Fusion an. Mehr konnten sie zunächst nicht machen.

Auf der Fahrerseite wurde eine erste Öffnung geschaffen, so dass die Verletzten zunächst notdürftig versorgt werden konnten, doch noch immer blieben sie eingeklemmt.

Mehrere Autoteile mussten abgetrennt, zusammengequetschtes Blech auseinander gedrückt werden. Kameraden beider Wehren sicherten den Brandschutz ab. In Abstimmung mit dem Notarzt wurde das weitere Vorgehen besprochen. „Mit Hilfe der Seilwinde und des Seilzuges zogen wir das Fahrzeugwrack möglichst schonend vom Baum weg“, so Norman Rauth. Das kostete Zeit, war aber die einzige Möglichkeit, um überhaupt an die zweite verletzte Person zu gelangen.

Der Einsatz ging manchen Kameraden sichtbar nahe. Mit jeder Minute die verstrich, wuchs die Sorge um die Verletzten. Mittlerweile war der Rettungshubschrauber aus Perleberg eingetroffen und mitten auf der gesperrten Straße gelandet. Nach knapp einer Stunde waren beide Personen aus dem Auto befreit, konnten weiter behandelt werden und kamen in Krankenhäuser.

Aufatmen bei den Kameraden. Einige klatschten sich ab, andere umarmten sich. Sie wussten, dass sie gute Arbeit geleistet hatten. Das Fahrzeug wurde aufgerichtet, die Wittenberger rückten ab. Über den Gesundheitszustand der Verletzten machte die Polizei gestern keine Angaben.

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erstellt am 29.Mai.2016 | 12:17 Uhr

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