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Elbebadetag 2016 : Drachenboote sprinten Kopf an Kopf

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Spaßmannschaften kämpfen um Zentimeter und Zehntelsekunden / SV Cumlosen bei seiner Premiere gleich auf Platz 5

svz.de von
erstellt am 10.Jul.2016 | 21:00 Uhr

Die T-Shirts wie Uniformen, die Einlaufmusik martialisch, die Schlachtrufe ebenso: Es scheint, dass jedes Team sich auf Sieg einstellt. Was nach hartem Wettkampf aussieht, ist aber auch eine Menge Spaß, versichern sie immer wieder. 20 Drachenbootmannschaften wagen sich am Samstag beim Elbebadetag in den etwa zwei Tonnen schweren Booten aufs Wasser und durchpflügen den Nedwighafen im mal mehr mal weniger gleichmäßigen Takt ihrer Trommler.

Zwei Vorläufe stehen für jede Mannschaft an, bei denen um die beste Zeit gefahren wird. Danach werden pro Team beide Zeiten addiert. Daraus ergibt sich die Reihenfolge für den Start im Finallauf. Bei 20 Mannschaften macht das ungefähr drei Stunden Power, heisere Stimmen von den Schlachtrufen und Dutzende nasse Outfits.

Schon im ersten Vorlauf legen die Vorjahressieger Elbepiraten eine starke Zeit vor. Nur 1,13 Minuten brauchen sie für die 250 Meter lange Strecke von der Stepenitz zum Bootsanleger. Der Sportservice Falkensee misst wie bei den Profis ganz genau mit einer Kamera, die auf die Ziellinie im Wasser gerichtet ist. Es geht manchmal um wenige Zentimeter und Zehntelsekunden. Den Stadtpiraten - zusammengesetzt aus Mitarbeitern der Stadt Wittenberge - fehlen diese Bruchteile von Sekunden, um in Finalgruppe C gegen die erklärten Wunschgegner zu fahren. „Das sind ja sogar nur Hundertstel, um die es da geht“, so der oberste Stadtpirat, Bürgermeister Dr. Oliver Hermann. Gerne wäre man gegen das „Prignitzer“-Leserboot namens Supersprinter – das in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum feierte – und die Lebenshilfe angetreten. „Das wäre ein schönes Finale gewesen“, so Dr. Hermann. In direkter Konkurrenz in der Finalgruppe D setzt die Verwaltung aber nochmal alle Paddel in Bewegung und sich gegen Family and Friends sowie das Team BSL durch.

„Drei Stunden brauchen wir im Boot nach Gera“, sagt Franka, Trommlerin von Gera 11km scherzhaft, kurz bevor es zum Finallauf für sie rausgeht. Auf Nachfrage verrät sie das Erfolgsrezept für die gute Laune der Thüringer: „Teamgeist und eine trinkfeste Leber.“ Am meisten überrascht dann aber der SV Cumlosen. Das erste Mal am Start und schon in die Top-5 gepaddelt, dafür gibt es bei der Siegerehrung einen Extraapplaus. Die Elbepiraten können ihren Sieg nicht verteidigen, der Wanderpokal in Form eines Drachens geht an die Weisener Eichen.

Auch wenn die Mannschaft aus VR-Bank-Azubis und Mitarbeitern ganz hinten landete, gehe es bei diesem Cup ums Dabei-sein, sagt Susanne Künstler vom Geldinstitut. „Für uns ist der Elbebadetag immer eine zentrale Größe.“ Man unterstütze besonders im Jugendbereich gerne Aktionen in der Region, wo es um sportlich fairen Wettkampf geht. Seit Anfang an ist die VR-Bank schon tatkräftig beim Badetag dabei. Denn natürlich ist so ein Großereignis ohne Sponsoren nicht denkbar. Mit im Boot waren da zudem noch Lotto Brandenburg, die DGZfP, Augenoptik Tautenhahn und Augenblicke sowie die AOK.

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