Dorfstraße und Kopfweiden

Einwohnerversammlung in Schönfeld, die meisten Anliegen hatten aber die Wüsten Buchholzer

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15. September 2017, 08:12 Uhr

Einwohnerversammlung in dem kleinen Ortsteil Schönfeld. Da Ortsvorsteherin Angela Schulz auf Zack ist, hat sie auch die Wüsten Buchholzer eingeladen, die bis dato noch über keinen eigenen Ortsvorsteher verfügen. Ein Manko, wie sich zeigt, denn die meisten Probleme, die an diesem Abend zur Sprache kommen, betreffen Wüsten Buchholz. Einmal mehr bot Bürgermeisterin Annett Jura an, auch in diesem kleinen Ortsteil eine Ortsvorsteherwahl zu organisieren sofern sich ein Kandidat finde. Denn außer Zweifel steht, und das zeigt Schönfeld, vieles lässt sich auf kurzem Weg auch lösen.

So einiges liegt den Wüsten Buchholzern auf der Seele. Da ist die alte gepflasterte Dorfstraße – ausgefahren, die Bankette hochgewachsen, in den Mulden am Straßenrand sammelt sich das Regenwasser, da es keine richtige Straßenentwässerung gibt. Die Lösung wäre ein so genannter grundhafter Aufbau. Den gibt es aber nicht zum Nulltarif für die Anlieger, erläuterte Bauamtsleiter Hagen Boddin. Welche Kosten da auf sie zukämen – die Bürgermeisterin bot an, eine entsprechend Schätzung mal machen zu lassen. Doch einer Instandsetzung wird schon jetzt der Vorrang seitens der Bürger eingeräumt. Nachvollziehbar, denn die Kosten trägt dann die Kommune. Hier will man auf jeden Fall Möglichkeiten ausloten, versicherte der Bauamtsleiter. Fakt sei, die Straße wurde gebaut, da waren noch keine 60 Tonnen-Fahrzeuge hier unterwegs, wie Holger Schelle, stellvertretenden Leiter des Stadtbetriebshofes, anfügte. Insofern dürfte eine punktuelle Instandsetzung sicher irgendwann auch an ihre Grenzen kommen.

Drei Straßenlampen, die alles andere als professionell installiert wurden, drei Stubben im Blüthener Weg, Kopfweiden, die längst wieder einen entsprechenden Schnitt haben müssen, auch weil sie inzwischen Ackerland in Anspruch nehmen, Laubcontainer für Schönfeld – all das und weitere Dinge kamen zur Sprache.

Die Lampen werde man sich an Ort und Stelle anschauen, die Stubben habe man bewusst gelassen, um die Neuanpflanzungen zu schützen. Sie werden aber demnächst entfernt. Die Kopfweiden in Wüsten Buchholz und weitere auch in anderen Ortsteilen werden „geköpft“, eine entsprechende Ausschreibung der Arbeiten seitens der Stadt erfolgt.

Kritik gab es auch hinsichtlich der Gelben Säcke. Einher ging damit die Frage: Warum setzt der Landkreis nicht auf die Gelbe Tonne. Bürgermeisterin Annett Jura unterstützte diese Forderung und verwies darauf, dass sich die Stadt in ihrer Stellungnahme auch für solche ausgesprochen habe.

Trinkwasserschutzgebiet: Ein Anwohner kritisierte, dass die Beschilderung dafür versetzt wurde, Gefahrguttransporter hier nicht mehr entlang dürfen, er so nicht ans Öl für seine Heizung käme. Die Nachfrage beim Landkreis, der dafür zuständig ist, ergab, dass besagtes Trinkwasserschutzgebiet 2009 als solches ausgewiesen, die Anordnung 2010 umgesetzt wurde, da sich der Wasserbrunnen direkt an der Straße befinde. In besagter Schutzzone eins gibt es ein Gehöft, das aber keine Ölheizung habe. Die wäre auch nie genehmigt worden. In der Schutzzone 3, wo sich mehrere Gehöfte befinden, sind Ölheizungen erlaubt. Die Belieferung mit dem Brennstoff ist von Schönfeld aus gegeben.

Und gibt es auch für Wüsten Buchholz einen kleinen Spielplatz, fragte eine Mutti im Auftrag ihrer Söhne zum Abschluss. Wenn es Bedarf und einen Platz gibt, wolle die Stadt sehen, was machbar ist, so die Bürgermeisterin.

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