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Berge und Muggerkuhl feiern : Dorffeste in der Prignitz

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Berge feiert Übergabe der Friedensstraße mit buntem Programm und etwas Historie / Muggerkuhler begehen ihr Erntefest

svz.de von
erstellt am 01.Sep.2014 | 08:00 Uhr

Trotz einiger kurzer Regenschauer ließen sich die Einwohner der Gemeinde Putlitz-Berge das Feiern am Sonnabend nicht vermiesen. Gleich an zwei Standorten konnten die Besucher Umzugswagen über die Straßen rollen sehen.

Los ging in Berge. Hier durchschnitten Landrat Torsten Uhe, Bürgermeister Werner Eckel und Funkenmariechen Pauline Ullmann zum Startschuss das rot-weiße Band und übergaben damit offiziell die neu ausgebaute Friedensstraße. „Im Jahr 2009 hatten wir so gut wie keine Hoffnung, es war mehr ein Schuss ins Blaue, um so überraschter waren wir über die Zustimmung. Das Projekt ist dann kontinuierlich auf der Prioritätenliste nach oben gerutscht“, formulierte es Bürgermeister Eckel in seinen Begrüßungsworten. 830 000 Euro kostete der Ausbau des etwa 730 Meter langen und sechs Meter breiten Teilstücks der Kreisstraße.

Dass dies jedoch so groß gefeiert wurde, lag nicht zuletzt am Dorf- und Kulturverein Leben in Berge e.V. und dessen Vorsitzender Helga Scherfke. „Im vergangenen Jahr haben wir zur Einweihung des Storchenturms ein Storchenfest gefeiert, das sehr gut angenommen wurde. In diesem Jahr hat sich eben das Straßenfest angeboten und wir haben gar nicht gedacht, dass so viele kommen. Das beweist ein Zusammengehörigkeitsgefühl und das ist, zumindest für mich, das wichtigste“, formuliert es Helga Scherfke.

Und nicht nur gekommen, auch beteiligt hatten sich viele Berger und vor allem die Einwohner der Friedensstraße. Vor vielen Häusern fanden sich selbst recherchierte Tafeln mit Chroniken der einzelnen Gebäude, die aufmerksam gelesen wurden. So auch vor dem Haus mit der Nummer neun, in dem Edith und Egbert Mäcker wohnen. „Mein Mann ist 1944 in der Friedensstraße geboren und hat seit dem viele Veränderungen an unserem Haus miterlebt ... So war hier zum Beispiel eine Schneiderei, ein Dentist, ein Frisör und eine Schneiderei ansässig“, erklären die beiden das Ergebnis ihrer Forschung und den Inhalt ihrer Informationstafel, an der im Laufe des Tages nicht nur der gesamte Festumzug entlang rollte, sondern auch viele Besucher und die Mini-Funken vorbei schritten.

Diese hätten anschließend beinahe bis nach Muggerkuhl durch paradieren können, hatte ein Teil von ihnen doch auch einen Auftritt auf dem örtlichen Erntefest. Nach dem Umzug hatte sich auch hier das Festzelt gut gefüllt, als die Tänzerinnen im mit Erntegaben dekorierten Ambiente ihre Choreographien vollführten, bevor unter anderem die Erntekrone aufgehängt, ein Theaterstück aufgeführt und die Künste der Line Dancer begutachtet werden konnten. Dass das Erntefest auf das selbe Datum wie die Veranstaltung in Berge fiel, hatte organisatorische Gründe. „Uns blieb nur dieser Tag, aber es ist eine gewachsene Tradition, die auf jeden Fall weiter geht“, so Ortsvorsteher Siegfried Hartmann. Ähnlich sehen es auch die Muggerkuhler inklusive Irene Krause. „Das Erntefest gehört dazu. Ich lebe seit 50 Jahren hier und war immer dabei“, erzählt die 85-Jährige. Und das soll noch viele Jahre so bleiben.

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