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Der Prignitzer

18. November 2017 | 17:14 Uhr

Kommentar : Doppelmoral bei Jägern

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Art und Weise, wie der Terrier sterben musste, ist zweifelsfrei scheußlich.

svz.de von
erstellt am 28.Okt.2014 | 07:50 Uhr

Das Bild des zusammengekrümmten, von einer Mistgabel tödlich aufgespießten Hundes lässt nicht nur Tierschützer entsetzt aufstöhnen. Die Art und Weise, wie der Terrier sterben musste, ist zweifelsfrei scheußlich. Dass sich aber ausgerechnet der Landesjagdverband „geschockt von der Kaltherzigkeit“ des Schafbesitzers zeigt, der den Eindringling mit dem spitzen Gerät so fixierte, zeugt von einer fast schon dreisten Doppelmoral.

Wer hat denn das Tier zum Jagdhund ausgebildet? Und das scheinbar auch noch so ungenügend, dass es Schafe mit Wildschweinen und Bauernhöfe mit Wald und Wiese verwechselt.

Der Fall des toten Bodo zeigt nur einmal mehr, dass ein Tierleben nach wie vor nicht viel Wert ist. Nicht einmal der Hund als „bester Freund des Menschen“ darf uns um seiner selbst willen ein treuer Begleiter sein. In vielen Fällen soll er bewachen, beschützen oder eben bei der Drückjagd helfen. Wer seinen Hund zu einer unberechenbaren Waffe macht, darf sich nicht wundern, wenn Angegriffene ihrerseits zu scharfen Waffen greifen.

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