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Schollschule : Domizil für Hort, Platz fürs Essen

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Eltern favorisieren mit einem multifunktionalen Neubau auf dem Schulgelände eine vierte Variante

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erstellt am 06.Feb.2015 | 22:00 Uhr

Die Räumlichkeiten, in denen die Schüler der Grundschule „Geschwister Scholl“ zu Mittag essen, sind gelinde gesagt eine Zumutung. 350 Kinder – Kita-, Hortkinder und Grundschüler – nehmen am sogenannten Mittagsband in der Einrichtung „Piccolino“ teil, Platz ist aber nur für 90. Notgedrungen muss in drei Schichten gegessen, müssen zum Teil Spielräume genutzt werden, wurde die einstige Wagenhalle schon zum Essenraum umfunktioniert. Ganz zu schweigen vom Geräuschpegel, der dann hier herrscht, denn Dämmung – Fehlanzeige.

Der Zustand soll geändert werden – nicht zuletzt eine Forderung des Jugendamtes. Im Stadtentwicklungsausschuss wurden nun drei Varianten vorgestellt, die in Erwägung gezogen werden: Anbau, Umbau oder eine Containerlösung – das sind auf einen kurzen Nenner gebracht die Offerten für die Kita.

Dennis Schade, Elternsprecher und Vorsitzender der Schulkonferenz der Grundschule „Geschwister Scholl“: „Wir haben eine vierte Variante. Neubau lautet sie.“ Das Areal zwischen Parkplatz und Turnhalle auf dem Schulhof würde sich dafür anbieten. So einiges spreche für diese Offerte. Unabhängig von Schulbetrieb könnte hier der Neubau entstehen, „unsere Kinder würden nicht unmittelbar dem Baulärm und was damit zusammenhängt ausgesetzt“, führt Dennis Schade an. Er weiß zur Genüge wovon er spricht. „Mein Sohn hat den Umbau der Schule mitgemacht. Die Kinder wurden faktisch auf der Baustelle unterrichtet – Lärm, Dreck – alles was eine Bauerei so mit sich bringt, war Alltag für sie.“ Nicht noch einmal, habe er sich damals gesagt. „Ich weiß zwar nicht, ob mein Sohn die Schaffung von multifunktionalen Räumlichkeiten hier noch miterlebt, er besucht jetzt die 4. Klasse, aber andere Kinder bestimmt.“

So der Nachwuchs von Franziska Schulze und Daniel Reihwald, der die 1. Klasse besucht. Auch sie plädieren für einen Neubau auf dem Schulgelände, „denn in der Schule reichen schon jetzt die Räume nicht“, ergänzt Franziska Schulze. In der Bibliothek steht eine Tafel, die Räumlichkeit wird notgedrungen als Klassenraum mitgenutzt. Im Keller entstanden Klassenräume – „sicher auch nicht die Lösung“, gibt der Elternsprecher zu bedenken. Gar nicht zu reden vom Hort. Der nutzt Räume in der Kita „Piccolino“ und im Schulgebäude. „Morgens habe ich meinen Sohn in der Schule abgegeben und abends musste man erst einmal suchen, in welchem Raum die Hortkinder sind. “ Für eine Übersicht sei inzwischen gesorgt, doch das ändere nichts am eigentlichen Problem – der Hort ist überall zu Gast.

Von einem Neubau könnte die Schule profitieren, gleichsam hätte der Hort ein eigenständiges Domizil und die Kita zusätzliche Räumlichkeiten. Auch die werden gebraucht, nicht zuletzt mit Blick auf die Zuwanderung und die Flüchtlingskinder. Gelöst wäre auch das Problem des Mittagessens für die Hortkinder und Grundschüler. „Das Essen kommt weiterhin aus der Kita, man müsste nur für entsprechende Transportbehältnisse sorgen. Das dürfte aber alles andere als problematisch sein“, so Dennis Schade.

Ihre Vorstellung wollen die Eltern nun an die Stadtverordneten herantragen, damit auch diese bei der Variantendiskussion überdacht und abgewogen wird.  

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