zur Navigation springen

Aus dem Bauausschuss : Discounter in der Reetzer will sich vergrößern

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Nach Aldi plant nun auch Netto Marken-Discount anzubauen / Stadtentwicklungsausschuss stimmt zu

von
erstellt am 10.Apr.2014 | 12:00 Uhr

Nach Aldi im Schwarzen Weg plant nun auch Netto Marken-Discount in der Reetzer Straße sich zu vergrößern. Steffi Schulz vom Planungsbüro IGP GbR stellt im Stadtentwicklungsausschuss am Dienstagabend das Projekt kurz vor. Großzügiger, von der Präsentation her, kundenfreundlicher und übersichtlicher will sich der rote Netto 2015 geben. Bis dato setzt die Verkaufsfläche Grenzen. So musste die Leergutannahme notgedrungen mit ins Lager, fehlen hier nun Kapazitäten, verdeutlicht Michael Sappok, stellvertretender Regionalleiter. Ihm wurde zu diesem Tagesordnungspunkt einstimmig von den Abgeordneten Rederecht eingeräumt.

Geplant ist, den Markt zu vergrößern von jetzt unter 800 Quadratmeter auf maximal 1200 Quadratmeter – nach vorne heraus. Das heißt, wo heute noch geparkt wird, da entsteht Verkaufsfläche. Parkplatzprobleme sieht Sappok nicht. Zum einen sei das derzeitige Angebot deutlich überdimensioniert, zum anderen werde man durch eine veränderte Aufstellung ausreichend Stellplätze vorhalten können.

3500 bis 3700 Artikel, vorwiegend aus dem Lebensmittelbereich, sprich nur ganz gering sogenannte Noofood-Artikel, handle das Unternehmen. Und bei dieser Größenordnung und Ausrichtung solle es auch bleiben. Eine Aufstockung der Produktpalette sei nicht vorgesehen. Vielmehr wolle man den Anforderungen der Zeit mit der neuen Firmenstrategie entsprechen, so Sappok. Und die lautet: Abläufe im Markt optimieren und kundenfreundlicher gestalten.

Zugleich trage man auch dem Anliegen der Partner Rechnung, konkret des im Markt befindlichen Bäckers. Nachdem frische Backwaren inzwischen auch fest im Sortiment fast aller Discounter und Supermärkte integriert seien orientieren die Bäcker sich zunehmend auf kleine gastronomische Angebote. Und dafür benötigen sie Platz.

Einstimmig empfiehlt der Stadtentwicklungsausschuss der Stadtverordnetenversammlung, besagtes Plangebiet als Sondergebiet Einzelhandel auszuweisen, denn nur unter dieser Voraussetzung ist eine Vergrößerung des Marktes möglich. Unter den gegebenen planungsrechtlichen Voraussetzungen ist die Marktgröße auf 799 Quadratmeter begrenzt. Und genau daran macht sich auch die Kritik einiger Abgeordneten fest. Klaus Röpke (SPD) betont zwar, dass, wer A sagt auch B sagen muss, aber er verhehlte auch nicht, dass, hätte man damals diese Entwicklung gesehen, man womöglich nicht Baurecht erteilt hätte. Dr. Joachim Ritter sprach davon, dass mit der Erweiterung der Verkaufsfläche eine Vorgabe der Stadt faktisch durch die Hintertür ausgehebelt werde. Für Elisabeth Pietzsch (SPD) höre „sich alles gut an, aber wir wollen vor allem auch unsere Stadt beleben und da habe ich meine Bedenken“. Klaus Herpich (Linke) verweist darauf, dass das Einzelhandelskonzept der Stadt die Offerte unterbreite, dass bestehende Lebensmittelmärkt auch zeitgemäß ausgebaut werden. „Die Anträge der Märkte machen deutlich, die Zeit ist gekommen“, so Herpich.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen