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Der Prignitzer

19. Oktober 2017 | 16:40 Uhr

Dieter Kreutzer geht in den Ruhestand

vom

svz.de von
erstellt am 27.Dez.2011 | 08:23 Uhr

Perleberg | Es war gestern so, als fiele den Gästen im Hotel "Stadt Magdeburg" in Perleberg ein Stein vom Herzen, weil sie Dieter Kreutzer nur ein bisschen verabschieden mussten - nämlich aus seiner Tätigkeit als Geschäftsführer des Prignitzer Energie- und Wasserversorgungsunternehmens GmbH, besser bekannt unter dem Kürzel PVU. Der 62-Jährige bleibt Perleberg und seinem Ehrenamt im Bürgerverein erhalten und zunächst einmal auch der PVU. Für eine kurze Zeit werde er dort nämlich noch "Staub wischen" - beschreibt der Mann, der gern in bildlichen Vergleichen spricht, die Einarbeitungszeit für seinen Nachfolger, Holger Lossin. Der ist bis dato Kämmerer des Landkreises, tritt zum 1. Januar die PVU-Geschäftsführung an. "Das wird aber nur eine kurze Übergangsphase sein", sagt Dieter Kreutzer. Dann freut er sich auf mehr Zeit für Reisen und Familie, für Grundstück und Haus, für gesellschaftliche Arbeit. "Mein Hobby", betont der Vorsitzende des Perleberger Bürgervereins.

In Grußworten hielten gestern Wegbegleiter Rückschau auf gemeinsame Arbeitsjahre mit Dieter Kreutzer, beleuchteten seine Persönlichkeit aus unterschiedlichen Blickwinkeln. So hatte z. B. Landrat Hans Lange seine erste Begegnung mit Kreutzer 1990 in einer Versammlung im Gasthaus "Zum goldenen Stern" in Groß Warnow. "Da wollte jemand für die Volkskammer kandidieren. Ich fragte mich, wer dieser Mann wohl sei", erinnert sich Lange. Später sollte beide eine enge Zusammenarbeit verbinden. Als einen wunderbaren Menschen, Talentschmied und Mittler zwischen den Welten sieht Dr. Joachim Basler, Hauptabteilungsleiter bei der Gelsenwasser AG und PVU-Aufsichtsratsmitglied, Dieter Kreutzer, "loyal gegenüber den Gesellschaftern des Unternehmens und ein Lokalpatriot im besten Sinne". Genauso, wie jeder Gast sich an Anekdoten erinnern konnte, sah Gastgeber Dieter Kreutzer hinter jedem seiner Gäste eine Geschichte. So hatte er das wie er sagt "Urgestein" Paul Wohlgemuth aus Wittenberge an seinem Tisch platziert - als ehemaligen Vorsitzenden der Wohnungsgenossenschaft Wittenberge, als jemand, der den Umbruch in der Energieversorgung von Beginn an begleite. Letztendlich sei der Wittenberger auch Sinnbild für die Philosophie der PVU: "Es ist nichts so fest gefügt, dass man es nicht im Sinne einer besseren Lösung wieder aufbrechen kann", so Dieter Kreutzer. Das Zusammengehen mit Wittenberge war Anfang der 90er Jahre gescheitert. "Der Gedanke war nicht zeitgemäß, jeder wollte was Eigenes machen." Man werde sehen, was die Zukunft bringe. "Auf jeden Fall müssen die kommunalen Energieversorger als Grundgröße erhalten bleiben", lautet Kreutzers Grundüberzeugung. Er selbst trug seinen Teil dazu bei. Das Unternehmen steht auf gesunden Füßen, versorgt ca. 30 000 Menschen mit Strom, Wasser, Gas und Wärme.

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