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Baumbestand macht Probleme : Diesen Bäumen geht es schlecht

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Stadt hat 429 Bäume an der alten B 189 untersucht

von
erstellt am 30.Sep.2014 | 10:49 Uhr

Mit rund 3,8 Kilometer alter B 189 wurde die Stadt auch Herr über 429 Straßenbäume. Exakt so viele säumen den Bereich ab dem Eichhölzer Weg bis nach Weisen. „Der vordere Teil, sprich Stadtausgang bis Ampelkreuzung, liegt weiterhin in der Obhut des Landesbetriebes für Straßenwesen, gedacht als Zubringer für die neue B 189“, fügt Antje Hartwig, Fachfrau für den Umweltschutz in der Stadt, an. Ihr Metier sind somit die 235 Eichen, 158 Linden, 18 Ahornbäume, sieben Ulmen und die eine Esche, die der stadteigenen alten B 189 den Charakter einer Allee geben.

Wie gesund ist dieses unfreiwillige Erbe? Wo gibt es Handlungsbedarf? Fragen, denen Antje Hartwig Ende August/Anfang September auf den Grund ging, eine Art optische Anamnese für jeden Baum machte. Kein ungefährliches Unterfangen, denn, obwohl der überörtliche Verkehr die parallel verlaufende Umgehungsstraße nutzen soll, herrscht Hochbetrieb auf dem Asphalt der alten Piste. Ohne Warnweste und, insbesondere auf der Seite wo die Bahn fährt, mit zeitweiser Sperrung durch den Stadtbetriebshof ging es nicht. Zudem liegt die Straße höher, sind die Bankette abschüssig. „Ein schwieriger Standort auch für die Bäume“, sagt die Umweltfrau. Denn diese müssen letztlich gepflegt werden. Aus diesem Grund werden zu den 108 Bäumen auf der Bahnseite keine neuen hinzukommen, wird lediglich der Bestand betreut.

Auch das sagt sich leichter, als getan, denn der Pflegebedarf ist erheblich und das beidseitig der Straße. 328 Altbäume und 101 junge, letztere ausschließlich auf der Waldseite, stehen in der Verantwortung der Stadt. Auch wenn der Bestand einen passablen Eindruck mache, gebe es viel Totholz und jede Menge Anfahrschäden. Wie groß und wie bedenklich der Schaden ist oder ob die Natur sich hier selbst geholfen hat – all das hat Antje Hartwig erfasst.

50 Bäume allein an dieser Straße wird sie intensiv beobachten, sie häufiger als andere begutachten. Und vier sollen dem Landkreis vorgestellt werden. Sie sollten gefällt werden, so die Empfehlung der Fachfrau

„Da es sich hier um Bäume im Außenbereich und um eine Allee handelt, liegt die Entscheidung beim Kreis, haben auch die Naturschutzverbände ein Mitspracherecht“, erläutert Antje Hartwig und deutet auf eine Linde. Der Stamm ist stark beschädigt, die holzzersetzenden Ameisen leisten ihr Übriges. Auch der Eichenprozessionsspinner hat in der Allee seine Spuren hinterlassen– trotz Bekämpfung. „Das heißt, es muss nachbehandelt werden“, bringt es Antje Hartwig auf den Punkt.


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