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Festival nach Pause wieder in Putlitz : Die Vuuv kehrt zurück

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Ältestes deutsches Psytrance-Festival macht nach einem Jahr Pause vom 7. bis 10. August an seinem angestammten Platz in Putlitz weiter

von
erstellt am 20.Mai.2014 | 12:00 Uhr

„Ich habe nie bereut, dass ich damals Ja gesagt habe.“ Bernd Dannemann, ehrenamtlicher Bürgermeister von Putlitz, ist das in Bezug auf die Vuuv wichtig. Als vor Jahren, anlässlich einer Geburtstagsfeier der Schauspielerin Cosma Shiva Hagen in Putlitz, Leute mit einer „tollen Idee“ im ältesten Prignitz-Städtchen aufkreuzten, ein Musik-Festival mit mehr als 10 000 Besuchern ankündigten, das sie hier gern veranstalten würden, war nicht nur Bernd Dannemann der Meinung, dass das wohl eher Spinnerei sei. Dem „versponnenen“ Vorschlag stand man dennoch offen gegenüber. Die Spinnerei war keine: Die Vuuv entwickelte sich tatsächlich zum Publikumsmagnet.

In den letzten Jahren ließ die magnetische Wirkung nach. Über die Gründe kann man spekulieren. Die zeitweilig von vielen als übertrieben empfundenen Polizeikontrollen mögen ihren Anteil daran haben. So oder so: Die Vuuv-Macher, allen voran Peter Weigelt alias DJ Scotty, erlegten sich eine einjährige Pause auf, kehren nun zurück – „frisch, ausgeruht und feierwütig wie selten zuvor“, verkündet der Online-Auftritt. Zur bestehenden Crew haben sich kreative Köpfe hinzugesellt. Ein neues Team sei entstanden und mit ihm viele neue Ideen, jede Menge Motivation und somit die perfekte Grundlage, um die Legende fortzusetzen, zu der sich das älteste deutsche Psytrance- Festival entwickelt habe, heißt es weiter.

Bernd Dannemann und Ordnungsamtsleiter Peter Jonel, der sich der Veranstaltung ebenfalls seit Langem verbunden fühlt, sind sich dahingehend einig, dass das internationale Flair Putlitz und der gesamten Region gut zu Gesicht steht. Die Genehmigung für die Vuuv, so Jonel, sei zwar noch nicht ganz in trockenen Tüchern, „aber sie wird, wie immer, mit Bedingungen und Auflagen erteilt.“ Davon sei auszugehen. Dinge, die sich bewährt hätten, werde man fortführen, z. B. das Sicherheits- und Verkehrskonzept. „Und wir müssen uns natürlich auf diejenigen einstellen, die nicht so viel Freude an der Vuuv haben. Das gehört genauso zu unserem Job“, macht Peter Jonel mit Blick auf die Geräuschbelästigungen deutlich. Den ermäßigten Eintritt für Einheimische zum Festival wollen die Veranstalter ebenso beibehalten wie das traditionelle Fußballmatch zwischen Vuuv-Team und einer Putlitzer Auswahl.

Besucher der Vuuv erwartet u. a. die bekannte, opulente Laser-Show, die durch aufwändige Live-Visuals noch weiter aufgewertet wird. Dazu sind internationale VJs eingeladen. Das neue Dekorationskonzept habe darüber hinaus den Anspruch, auch tagsüber das Ambiente eines exotischen Abenteuerlandes zu schaffen. Ein neues Konzept gebe es zudem für den Sound: Er soll auf ein neue Qualitätsstufe gehoben werden. Dazu tragen hochkarätige DJs und Live-Acts bei. Für die Hauptbühne, so heißt es in der Ankündigung, sei die Crème der internationalen Trance-Szene verpflichtet worden, auf der zweiten Tanzfläche soll eine rhythmisch-melodische Alternative mit frischen Beats und sexy Sounds entstehen.



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