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Ärger in der Gemeinde Plattenburg : „Die Verkehrsinsel soll weg“

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Glöwener drohen mit Wahlboykott. Ordnungsamt verweist auf Umbauplan und fehlende Finanzierung

svz.de von
erstellt am 24.Mai.2014 | 08:00 Uhr

„Die Verkehrsinsel vor unserer Tür soll endlich weg. Der Lärm macht uns krank“, sagt Arno Zidek aus Glöwen. Mit Plakaten und Schildern vor seinem Haus macht er nun auch optisch auf das Problem aufmerksam. Bereits als die Bundesstraße in der Ortslage Glöwen erneuert wurde, protestierte Zidek massiv und mit rechtlichem Beistand gegen den Bau der Verkehrsinsel direkt vor seiner Tür.

Doch nun ist nicht nur er selbst betroffen. Auch bei den Nachbarn würden schon mal die Gläser aus dem Schrank und die Lampe von der Decke fallen, wenn mitten in der Nacht ein Laster über die Verkehrsinsel holpert. Doch nicht nur das, auch einige Unfälle habe es bereits an dieser Stelle gegeben, so Zidek.


Politik verweigert Hilfe, Bürger verweigern Wahl


„Diese Insel nützt niemandem“, sagt Zidek. „Im vergangenen Jahr hatten wir alle hierher bestellt: Vertreter vom Landesbetrieb für Straßenwesen, vom Ordnungsamt der Gemeinde und auch den Revierpolizisten. Damals sagte man uns, man werde die Betonblöcke entfernen und die Löcher dann pflastern. Dann wäre es halt eine überfahrbare Verkehrsinsel und der Lärm wäre verschwunden.“ Doch passiert ist bislang nichts. Weil man sich nun aber auch von der kommunalen Politik im Stich gelassen fühlt, wollen Zidek und die anderen betroffenen Anwohner an der Kommunalwahl nicht teilnehmen. „Das ist vielleicht für die Politiker nicht so schlimm“, sagt Arno Zidek, „aber ich war bisher immer wählen, und ich finde es schlimm, dass nichts passiert“.

Detlef Brenning vom Ordnungsamt der Gemeinde Plattenburg bestätigt diese Zusammenkunft. Allerdings hatte damals der Landesbetrieb für Straßenwesen entschieden, die Kosten für die baulichen Veränderungen nicht zu übernehmen. Daraufhin lag die Kostenübernahme bei der Gemeinde auf dem Tisch. „Die Gemeindevertreter hatten auch zu diesem Problem beraten und entschieden, dass der Umbau der Verkehrsinsel zu teuer sei und sich dann gegen das Vorhaben entschieden“, sagt Detlef Brenning auf Nachfrage. Im Grunde sei der Umbau der Verkehrsinsel genehmigt und abgestimmt, strittig sei nun, wer die Kosten für den Umbau übernehme, so Brenning.

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