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Der Prignitzer

23. November 2017 | 06:45 Uhr

Die Prignitz verliert einen Fürsprecher

vom

svz.de von
erstellt am 30.Jul.2013 | 06:16 Uhr

Prignitz | Mit Matthias Platzeck hat ein Ministerpräsident seinen Rücktritt erklärt, der alles andere als selten in der Prignitz war. Ob Elbebadetag, Unternehmerball oder Hochwasser - Platzeck kam auch jenseits der Wahlkämpfe in eine der Randregionen seines Landes und hat immer wieder betont, wie erfolgreich sich die Prignitz entwickelt habe und wie gern er auch privat hierher an die Elbe komme. Nach seiner Rücktrittserklärung Montagabend sprachen wir gestern mit einigen seiner Weggefährten über diese Entscheidung.

Dagmar Ziegler, SPD-Bundestagsabgeordnete: "Die Prignitz hat von der Arbeit Matthias Platzecks profitiert. Ich bedauere es, dass seine Gesundheit ihn zum Rücktritt zwingt. Ich hatte in Plat zeck als Landtagsabgeordnete und als Ministerin einen guten Partner. Regionaler Wachstumskern, Elbeport Wittenberge - wo wir Platzeck brauchten, hat er in unserem Sinne gehandelt. Auch das Autobahndreieck Wittstock hat er unterstützt. Das werden wir auch seinem Nachfolger Dietmar Woidke ans Herz legen.

Ich kenne Woidke seit vielen Jahren aus gemeinsamer Arbeit. Er kommt aus Forst und damit selbst aus einer ländlichen Region. Ich mache mir für die Prignitz auch zukünftig keine Sorgen.

Thomas Domres, Landtagsabgeordneter der Linken und Koalitionspartner: "Ich verstehe seine Entscheidung, bedauere sie aber sehr. Matthias Platzeck habe ich als verlässlichen und konstruktiven Partner kennen gelernt. Er war ein Garant für das vertrauensvolle Verhältnis in der Koalition. Ich bin optimistisch, dass wir das mit Dietmar Woidke fortsetzen können."

Holger Rupprecht, SPD-Landtagsabgeordneter: "Für Matthias Platzeck ist es eine völlig richtige Entscheidung, für das Land und für die Prignitz allerdings eine herbe. Er war der Prignitz sehr zugewandt, war häufig hier. Und da Platzeck mich in die Politik geholt hat, ist es auch für mich ein Einschnitt. Ich bin aber optimistisch, dass auch Dietmar Woidke diesen Job gut ausfüllen wird. Zwar ist er ein ganz anderer Typ, aber das war Platzeck im Vergleich zu Manfred Stolpe damals auch.

Lutz Lange, Vorsitzender Wirtschaftsinitiative Westprignitz: "Gesundheit ist das wichtigste, dennoch bedauern wir seinen Rücktritt. Für die Region hat Matthias Platzeck sich eingesetzt und viel erreicht, aber die Arbeit machen wir hier vor Ort und werden sie fortsetzen. Wir hoffen, dass er weiterhin in die Prignitz kommt, auch als Privatperson. Zu unserem nächsten Unternehmerball laden wir ihn ein und falls er kommt, müssen wir nicht über Arbeit reden. Aber auch seinen Nachfolger Dietmar Woidke werden wir dazu einladen. Durch seine lange Zusammenarbeit mit Platzeck im Kabinett weiß Dietmar Woidke, was in unserem Wachstumskern, was in der Prignitz passiert ist und er kann es werten."

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