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Der Prignitzer

19. August 2017 | 11:32 Uhr

Die Prignitz künftig digital bereisen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Tourismusverband und Anbieter loten Stand und Chancen neuer Techniken aus

Die Prignitz ist als Reiseregion im Aufwind, weist aber digital noch viele Tücken auf. Dies zeigte gestern das Tourismusforum in Perleberg auf. Es lag weniger daran, dass der Vortrag von Dr. Andreas Zimmer, Leiter Clustermanagement Tourismus der Tourismusmarketing Brandenburg (TMB) erst mit gut zehn Minuten Verspätung beginnen konnte, weil die Wiedergabetechnik nicht kompatibel war und angepasst werden musste. Stärker schlugen infrastrukturelle Defizite bei Breitband- und Handynetzen durch.

Auch die Perleberger Bürgermeisterin Annett Jura musste in ihrem Vortrag einigen digitalen Träumen einen Dämpfer versetzen. Die Stadt wolle für den Großen Markt ein freies W-Lan-Netz aufbauen, einen entsprechenden Beschluss der Stadtverordneten und Gespräche mit Anbietern gebe es, aber es fehle die technische Infrastruktur.

Kostenloses W-Lan, waren sich aber die Experten der TMB und viele regionale Tourismusanbieter einig, sei für eine Reiseregion unabdingbar. Gäste suchten die Möglichkeit, Urlaubsbilder sofort in sozialen Netzwerken zu teilen und Informationen über Kultur, Sehenswürdigkeiten und Angebote bis hin zur Gastronomie einzuholen. Als Zwischenschritt wurde vorgeschlagen, zunächst solche Möglichkeiten in Hotels und Tourismusinformationen zu schaffen.

„Viele Sehenswürdigkeiten in der Prignitz sind über der Fläche verteilt und mangels Personal nur begrenzt oder selten zugänglich. Abhilfe könnte eine elektronische Karte bieten. Ausgegeben von Hotels, Tourismusinformationen und anderen Anbietern könnte sie Türen öffnen, Informationen vermitteln sowie digitale Angebote vor Ort bieten und nach Nutzung ungültig werden“, schlug Uwe Neumann vor, Werkleiter des Kultur-, Sport- und Tourismusbetriebes Wittenberge. Auch über digitale Stadtführungen oder zumindest mit digitalen Angeboten aufgewertete wurde mit Blick auf Pokemon go und Geocaching diskutiert. Chancen für 24 Stunden am Tag nutzbare touristische Angebote blitzten auf.

Dirk Wetzel, Teamleiter Markenmanagement der TMG, empfahl, über E-Mail, Facebook und Twitter Gäste schon e vor Reiseantritt mit Informationen über Veranstaltungen und Sehenswürdigkeiten zu versorgen. Es habe sich bewährt, Wünsche und Vorlieben zu erkunden, um Themenpakete schnüren zu können. Das Problem sei, zuverlässige und umfangreiche Informationen über Veranstaltungen und Öffnungszeiten zu erhalten, konstatierten viele Teilnehmer. Selbst geschlossene Gaststätten blieben noch lange gelistet.  

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erstellt am 11.Okt.2016 | 12:48 Uhr

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