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Der Prignitzer

20. September 2017 | 02:18 Uhr

Jens Riewa : Die Prignitz hat einen neuen Fan

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Jens Riewa spricht über seine erste Moderation auf den Elblandfestspielen und über Geheimzeichen, die es nicht mehr gibt.

von
erstellt am 17.Jul.2017 | 04:55 Uhr

Tagesschausprecher Jens Riewa hat eine neue Liebe und die heißt Wittenberge. Redakteur Hanno Taufenbach spricht mit ihm über die Romanze und über seine erste Moderation der Elblandfestspiele.

Herr Riewa, wenn dies Ihr erster Besuch in der Stadt sein sollte, sprechen wir ja von Liebe auf den ersten Blick?
Jens Riewa: So ist es. Donnerstagabend war ich an der Elbpromenade, auf der Eisenbahnbrücke, an der Elbe und schon nach fünf Minuten hatte ich einen Ruhepuls. Ich habe mich sofort verliebt und kann nur dazu aufrufen: Fahrt in die Prignitz, fahrt nach Wittenberge, schaut euch das an.

Aber durch Hamburg kennen Sie doch die Elbe. Was macht den Unterschied aus?
Ich kenne die Elbe auch im Süden, aber den hiesigen Abschnitt kannte ich gar nicht. Dieses Uferprofil, diese Weite, einfach wunderschön.

Trotzdem leidet die Region unter Abwanderung und Bevölkerungsschwund.
Die Flucht aufs Land wird kommen, die Region wird eine boomende Zukunft haben. Von den Großstadtgeräuschen sind wir doch alle genervt und auch von den Immobilienpreisen.

Kommen wir zu Ihrer Aufgabe als Moderator. Wie haben Sie sich auf Ihren ersten Auftritt in Wittenberge vorbereitet?
Ich habe mir zuerst die Sendung vom Vorjahr angeschaut und mir hat sofort die Nähe zum Publikum gefallen. Ich weiß, wie die Brandenburger ticken und ich weiß, wie ich auf sie zugehen muss. Ich bin ein Moderator zum Anfassen. Diese Nähe erwarten die Menschen. Das ging mir früher nicht anders, wenn als Kind die Friedensfahrt durch den Spreewald führte.

Wie bleiben Sie in Kontakt mit Ihren vielen Fans?
Ich beantworte jeden Brief persönlich und auch meine Einträge von Facebook sind alle von mir. Das kostet Zeit, aber das ist es mir wert.

Das Programm der Elblandfestspiele verfolgt ein ganz eigenes Konzept. Wie gefällt es Ihnen?
Die Zuschauer erleben eine Musikfarbe, wie es sie in Deutschland nur noch selten gibt, aber das ist wichtig. Es muss jenseits von großen Produktionen wie der Helene-Fischer-Show auch weiterhin solche Formate geben.

Ihre Vorgängerin Madeleine Wehle trug bei der Moderation stets traumhafte Kleider. Erleben wir Sie im Anzug oder gar im Smoking?
Keinesfalls ein Smoking. Ich habe fünf Anzüge eingepackt, um auf alles vorbereitet zu sein. Tragen werde ich einen burgunderfarbenen – edel wie ein guter Rotwein.

Haben Sie mit einem der Künstler schon einmal zusammengearbeitet?
Nein, aber einige habe ich an den Probentagen kennen gelernt, so wie Jay Alexander. Und wir haben gleich eine Gemeinsamkeit entdeckt: Beide mögen wir Zirbenöl, dessen Aroma eine beruhigende Wirkung hat. Ein paar Tropfen davon auf die Sägespäne der Zirbelkiefer und man hat das Gefühl, im Wald zu schlafen.

Millionen Deutsche kennen Sie als Sprecher der Tagesschau, aber nur wenige Freunde wissen, wenn Sie von Ihnen einen Gruß bekommen. Was hat es mit den Geheimzeichen auf sich, von denen Sie mal in einer Talkrunde sprachen?
Es gab oft die Bitte, dass ich zu einem besonderen Anlass wie Hochzeiten grüßen sollte. Das geht nicht, deshalb ließ ich mir ein Geheimzeichen einfallen: Wenn ich am Ende den Kugelschreiber hob, sah das wie eine natürliche Bewegung aus, war in Wirklichkeit aber ein Gruß.

Dann könnten Sie doch Ihre neue Liebe, die Prignitz einmal grüßen.
Leider nicht. Nachdem das Geheimnis bekannt war, bekam ich tausende Zuschriften mit der Bitte um einen Gruß. Seitdem gibt es keine Geheimzeichen mehr, aber unabhängig davon steht fest: Die Prignitz hat einen neuen Fan.
 

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