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Die Perlebergs aus Indiana kommen nach Perleberg

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Eine außergewöhnliche Geschichte, die sich um dem Familiennamen Perleberg rangt

Carina Maiwald ist selbst fasziniert, was der Familienname Perleberg so alles auslöste. Sie wohnt mit ihrer Familie in Rödermark – rund 20 Kilometer von Frankfurt entfernt. Im Sommer 2012 ging ihre Tochter Aline im Rahmen des Highschool-Austausches für ein Jahr in die USA, genauer gesagt nach Cedar Grove in Indiana. Und wie das Schicksal es wollte, hießen ihre Gasteltern Perleberg. „Eine sehr nette Großfamilie mit sieben oder acht Kindern. Doch nur zwei leben noch zuhause, die andere sind bereits erwachsen“, erzählt Carina Maiwald am Telefon.

Jene Familie Perleberg war natürlich aus dem Häuschen, dass ihre Tochter auf Zeit aus Deutschland kam. Denn über Google hatten sie längst herausgefunden, dass es dort eine kleine Stadt gleichen Namens gab. Die wiederum machte Carina Maiwald ausfindig, mailte der Verwaltung und bat um Info-Material. Beim Besuch der Tochter in Indiana brachten sie all das mit.

Auf den Prospekten prangte unter anderem ein Aufkleber zum 775. Stadtgeburtstag von Perleberg. Die Reaktion der Perlebergs: „Da fahren wir hin.“

„Und sie kommen wirklich“, versichert Carina Maiwald, die schon feste am Organisieren der ersten Europatour ihrer Amerikaner ist. Eine solche hatten diese sich schon lange vorgenommen, das Stadtjubiläum, das Ende Juni Perleberg feiert, gab den Ausschlag, sich nun endlich auf Reisen zu begeben. „Mit sieben Mann hoch werden die Perlebergs aus Indiana im Perleberger „Deutschen Kaiser“ logieren.

Doch damit nicht genug. Als Carina Maiwald auf Arbeit von ihren Amerikanern und dem geplanten Ausflug nach Perleberg in der Prignitz erzählte, da glaubte sie ihren Ohren nicht zu trauen. „Eine Kollegin von mir stammt aus Perleberg, ist dort geboren, ging dort zur Schule.“

Und Perleberg sollte sie noch weiter verfolgen. Übers Reisebüro stellte sie die Europatour für ihre amerikanischen Gäste zusammen. Zur Gruppenfahrkarte von Frankfurt nach Perleberg hatte sie noch Fragen. Kurzentschlossen rief sie die Information der Bahn an. Es meldete sich ein freundlicher Herr namens Perleberg. „Ich war so überrascht, dass ich noch mal nachfragte“, so Carina Maiwald.

Dem netten Herren am anderen Ende des Telefons ging es wohl ebenso, als er die ganze Geschichte hörte. Zum Abschied sagte er dann: „Wenn Sie jetzt wieder anrufen, meldet sich eine Frau Perleberg, denn meine Frau arbeitet auch bei der Bahn.“

Der „Prignitzer“ jedenfalls hat sich schon mit Carina Maiwald und ihren Gästen aus Indiana beim Stadtgeburtstag verabredet, um aus erster Hand zu erfahren, wie die Perlebergs sich in der Stadt fühlen, die gleichso ihren Namen trägt.


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erstellt am 04.Apr.2014 | 11:32 Uhr

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