Die Neuen: Lilly und Lolly aus dem Zoo

Die beiden Neuzugänge Lolly und Lilly. Doris Ritzka
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Die beiden Neuzugänge Lolly und Lilly. Doris Ritzka

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02. Mai 2012, 06:30 Uhr

Perleberg | "Sie machen ihrem Namen alle Ehre, sind manchmal richtig zickig", berichtet Tierparkleiter Michael Niesler und deute auf die beiden Neuzugänge Lilly und Lolly. Zwei niedliche Burenziegen erkunden das Gehege. Wegen ihrer großen Schlappohren sind sie bei den Zweibeinern sehr beliebt und werden auch gern privat gehalten. Lilly und Lolly stammen aus dem Schweriner Zoo und hier bekamen sie auch ihre Namen, "auf die sie hören, zumindest manchmal", fügt Michael Niesler schmunzelnd an. Noch erkunden sie im Duo ihr neues Domizil, nehmen wenig Notiz von den anderen Ziegen und Schafen. Übrigens, bei den Kamerunschafe gab es eine Drillingsgeburt. "Das ist zwar nicht außergewöhnlich, aber auch nicht alltäglich. Meist werden Zwillinge geboren", erläutert der Tierparkleiter.

Zuwachs gab es überdies bei den Kattas, die eigentlich auf Madagaskar Zuhause sind. Ein Junges erkundet seit einigen Wochen neugierig seine Umwelt im Tierpark, am liebsten auf dem Rücken der Mutter. Ganz ohne Aufsicht auf Entdeckungstour zu gehen, ist nicht so einfach, denn die komplette Verwandtschaft hat den Kleinen stets im Blick.

Anders bei Mutter Känguru. Die trägt ihr Kleines gleich mit sich herum. Das will inzwischen aber auch schon was von der großen Welt sehen und steckt das Köpfchen immer öfter neugierig aus dem Beutel. Im Galopp bewegen sich die drei kleinen Mufflons bereits durchs Gehege, immer im Schutz der Herde. Die beiden Frischlinge der Familie Wildschwein halten sich da vordergründig an die Eltern. Und wenn sie sich nicht gerade an Mutters Zitzen laben, dann durchwühlen sie den Alten gleich den sandigen Boden des Geheges. Kurzum, in den tierischen Kinderstuben pulsiert das Leben und das vor aller Augen. Denn der Nachwuchs zeigt sich, ausgenommen vielleicht das kleine Känguru, da braucht man mitunter etwas Geduld.

Wohlauf sind auch die Kamele, so der Tierparkleiter. Die Ergebnisse der Blutuntersuchungen liegen jetzt vor. "Bei den Alttieren ist alles okay", so Niesler. Anfang des Jahres starben zwei Jungtiere. Ganz ausgeschlossen könne man einen Gendefekt nicht, wie auch eine Vergiftung. Immer wieder komme es vor, dass Besucher die Tiere füttern. "Aber bitte nur, wo das erlaubt ist und dann nur mit dem an der Kasse im Tierpark angebotenen Futter. Ansonsten kann es mitunter zu ernsthaften Erkrankungen der Tiere kommen", betont der Tierparkleiter. Beispiele dafür habe es in der Vergangenheit leider mehrfach gegeben.

Kamele fressen nun mal keine Möhren, andere Tiere hingegen lieben sie. Aber welche? Wer Leckerli für die tierischen Zwei- und Vierbeiner von zu Hause mitbringt, der sollte diese an der Kasse oder im Wirtschaftshof des Tierparks abgeben. Die Tierpfleger wissen am besten, was welchem Tier auch wirklich bekommt.

Um aber ganz auf Nummer sicher zu gehen und seinem vermeintlichen Liebling etwas Gutes mit Langzeitwirkung zu tun, sollte vielleicht mal über eine Tierpatenschaft nachgedacht werden. 54 derartige Patenschaften bestehen bereits, auch der "Prignitzer" hat eine solche über die Totenkopfäffchen übernommen. Bei über 400 Tieren in 100 Arten warten noch viele auf einen Paten. Der Tierpark plant, wenn der Sommer Einzug gehalten hat, zudem, dass zu bestimmten Zeiten, vorwiegend am Wochenende und in den Ferien, Mitarbeiter öffentliche Tierfütterungen durchführen. "Ich denke da an die Wölfe und Bären", fügt Niesler an. Termin und Zeit werden an der Kasse und auch im "Prignitzer" zu lesen sein. Geöffnet hat das Tierparadies am Rande der Stadt täglich von 9 bis 18 Uhr.

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