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Unterwegs in der Prignitz : Die Nacht zwischen den Jahren

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Der „Prignitzer“ traf in den Stunden zwischen 2014 und 2015 Feiernde und Arbeitende.

von
erstellt am 02.Jan.2015 | 08:00 Uhr

Die Nacht zwischen den Jahren: Für die einen die Gelegenheit, mal wieder groß auszugehen, für andere eine (fast) normale Arbeitsnacht.


Anstoßen auf 2015


Romina Düwert und Christina Osel gehören zur Abendbesatzung im Awo-Pflegezentrum in der Wittenberger Stein-Hardenberg-Straße. Die beiden Mitarbeiterinnen kümmern sich um die 24 älteren Herrschaften in der unteren Wohnebene. „Egal, ob Silvester oder nicht, wir machen unsere Arbeit gut“, versichern die Awo-Mitarbeiterinnen. Weihnachten hatten sie dienstfrei. „Da ist es normal, dass wir jetzt an der Reihe sind“, sagen sie, zumal sie gewusst hätten, dass ihr Beruf Wochenenden und Feiertage nicht ausspart. Etwas ist an diesem Abend dann aber doch noch anders als üblich. „Wir stoßen mit einem Glas Sekt auf den Jahreswechsel an“, erzählt Bernd Plätke vom Heimbeirat. Außerdem gibt es – der Tradition folgend – Kartoffelsalat und Wiener.


Feucht-fröhlicher Rutsch


Seit 14 Jahren gehört die Nacht zwischen dem alten und dem neuen Jahr in der Prignitzer Badewelt dem Nachwuchs. Während bei den älteren Herrschaften im Pflegezentrum ans Abendessen gedacht wird, hat der Nachwuchs zwischen sechs und 14 Jahren die Becken erobert. „Ich war schon öfter hier. Es macht Spaß“, versichert der 12-jährige Jan. Sein Kumpel Steffen fügt fast weltmännisch hinzu: „Wir wollen einen schönen Abend haben.“ Auf den freut sich auch Leon. Der Junge hat schon vier Mal die Silvesterparty mit Übernachtung in der Schwimmhalle mitgemacht. Diesmal darf auch sein Bruder Lucas dabei sein. Er ist stolz. Schnell verabschieden sich die Geschwister von ihrer Mutti Susann Beck. Sie verrät: „Ich feier nicht nur Silvester, sondern habe am 31. Dezember auch noch Geburtstag.“ Zur Party geht es in die „Alte Zellwolle“. Dort findet wohl eine der größten, wenn nicht überhaupt die größte Silvesterfete in der Prignitz statt.


Tolles Team


Gutes Essen, gute Musik, gute Stimmung: Das zeichnet kurz und knapp die Party aus. „Uns gefällt es hier super. Besser kann man es nicht haben“, sagt Jens Bösel. 25 Mitarbeiter der Lucullus GmbH als Veranstalter sorgen an diesem Abend in der „Alten Zellwolle“ dafür, dass es den Gästen gut geht. Zwei Tage dauern die Vorbereitungen für so ein Event. Am Neujahrstag wird abgerüstet, sagt Geschäftsführer Lars Meiswinkel. Zeit zum Feiern haben die Mitarbeiter nicht. Deshalb findet ihre interne Silvesterparty auch heute Abend statt. „Das Team hat in den letzten Tagen und Wochen so toll mitgezogen. Dafür ein großes Dankeschön“, fügt der Geschäftsführer noch an.


Anstoßen mit Selbstgebrautem


Großartige Stimmung auch im Kellergewölbe auf der Plattenburg. Die Gäste rutschen mittelalterlich-rustikal ins neue Jahr. Deftig und pikant sind nicht nur die Speisen, die Burgvogt René Günther reicht, sondern auch die Geschichtchen, die Junker Jürgen zum Besten gibt. Er hat die Lacher auf seiner Seite. Angestoßen wird im Burgkeller mit Selbstgebrautem. Seit April wird auf der Plattenburg eigenes Bier gebraut und gezapft. „Und es wird gern, sehr gern sogar getrunken“, weiß der Burgvogt zu berichten. Seit etwa vier Wochen wird der Gerstensaft auch in Flaschen abgefüllt, kann man sich die „Burgträume“, die „Schwarze Magd“, den „Schwarzen Vogt“ oder auch das Honigbier in eigens dafür gefertigte Holzkästen mit nach Hause nehmen. „Ich habe es schon gemacht für Geschäftspartner“, sagt Gordon Becker.

Er hatte Verwandte und Bekannte zur Silvester-Tafelrunde auf die Burg geladen: „Es sollte etwas Besonderes sein. Wir feiern schließlich in meinen 40.Geburtstag ’rein. “

 

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