Langer Tag der Bibliotheken am 11. April : Die Nacht wird zum Tag

Wie riecht ein druckfrisches Buch, und warum riecht es so? Kinderbuchautor Martin Klein  ließ es die Rolandschüler gestern wissen.  Fotos: Birgit Hamann (2)
Wie riecht ein druckfrisches Buch, und warum riecht es so? Kinderbuchautor Martin Klein ließ es die Rolandschüler gestern wissen. Fotos: Birgit Hamann (2)

„Langer Tag der Bibliotheken“ wird in Perleberg am 11. April begangen: Autorenlesung, entspanntes Stöbern, Seniorenecke und Kräuterfrau

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31. März 2014, 22:45 Uhr

Weil die Prignitzer offenbar keine Nachtschwärmer sind, wird aus der „Langen Nacht der Bibliotheken“ der „Lange Tag der Bibliotheken“. Die Traditionsveranstaltung erlebt ihre nächste Auflage am Freitag, dem 11. April. Karin Renkewitz, Leiterin der städtischen Bibliothek, beobachtete in den zurückliegenden Jahren sehr stark schwankende Teilnehmerzahlen. „Wir hatten zum Beispiel wirklich gute Programme für Kinder, mit namhaften Gästen, aber der Besucherzuspruch war sehr, sehr unterschiedlich“, sagt sie.

Vom abendlichen Part hat man sich dennoch nicht ganz verabschiedet. Der 11. April startet zunächst aber um 10 Uhr mit einer Autorenlesung für die Schüler der 5. Klassen der Grundschule „Geschwister Scholl“. Birgitt Flügel liest aus „Jiri – der Junge aus dem Pfahldorf“. Die Ausleihe ist dann von 13 bis 18 Uhr geöffnet, Zeit zum Stöbern bei einer Tasse Kaffee oder Tee. Außerdem verkauft die Stadtbibliothek ausgesonderte Medien zu kleinen Preisen. Am Nachmittag wird auch die Seniorenecke eingeweiht: ein Treffpunkt, eigens gedacht für die ältere Generation. Gern, so Karin Renkewitz, dürfen natürlich auch jüngere Leute das neue Angebot nutzen. Abends, ab 19 Uhr, ist Kräuterfrau Brigitte Hemmerling, zu Gast. Sie stellt heimische Wildpflanzen vor, erzählt Geschichten und Anekdoten zu verschiedenen Gräsern und Kräutern. Zudem berichtet sie über die Verwendung in der Küche sowie für die Hausapotheke und lädt zu einer kleinen Verkostung ein. „Der Abend ist ‘open end‘“, sagt die Bibliotheksleiterin. Ein wenig von der „Langen Nacht“ bleibt also auch in der neuen konzeptionellen Ausrichtung erhalten.

Mehr als 900 Nutzer aller Altersgruppen hat die städtische Einrichtung derzeit. Besonders stark sind jüngere Leseratten vertreten, speziell Grundschüler. Auf dieser Strecke konnte die Bibliothek stark zulegen, seit die neue Benutzungssatzung in Kraft trat. Das war im Mai 2012. Sie besagt, dass Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre die Ausleihe kostenlos nutzen können. „Es dauerte zwar eine Zeit, bis sich das herumgesprochen hatte. Aber unsere Zahlen hat es dann deutlich positiv beeinflusst“, konstatiert Karin Renkewitz. Großer Beliebtheit erfreuen sich Autorenlesungen bei Grundschülern. „Wir versuchen, dass die Mädchen und Jungen bis zur 5. Klasse wenigstens eine Autorenlesung live bei uns erleben“, so Renkewitz. Gestern war mit Martin Klein ein bekannter und besonders fleißiger Kinderbuchautor zu Gast – der nicht einfach nur las, sondern die Schüler mit viel Witz und mit allen Sinnen für die Welt der Bücher zu begeistern verstand.


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