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Glövziner Gastronomen laden ein : Die Milleniums-Idee zur Tradition gemacht

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Gastronomen-Brüder Dietmar und Dagobert Dahse aus Glövzin laden ihre Mitarbeiter immer am ersten Montag im neuen Jahr zur Silvesterparty.

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erstellt am 08.Jan.2014 | 08:00 Uhr

Ein Gläschen Sekt oder ein Bierchen in der Hand: Rund 50 gutgelaunte Männer und Frauen prosten sich „Prosit Neujahr“ zu. Wir schreiben Montag, den 6. Januar: Um 19.08 Uhr stößt die fröhliche Runde im mit Girlanden geschmückten Saal in der Gaststätte „Zum alten Dorfkrug“ in Weisen auf das neue Jahr an. Die illustre Gesellschaft setzt sich aus den Mitarbeitern der Glövziner Gastronomie-Betriebe „Der Kuhstall auf Dahses Erbhof“ und dem „Landhotel Dahses Gasthaus“ sowie ihren Ehepartnern zusammen.

„Sie arbeiten das ganze Jahr miteinander und auch an Silvester, ihre Familien haben da nicht viel von ihnen. Deshalb laden wir auch die Ehepartner dazu ein“, erklärt Dietmar Dahse. Sein Bruder Dagobert ergänzt: „An diesem Abend sollen sie mal nicht an die Arbeit denken und einfach nur fröhlich feiern.“ Und sie kommen alle, freuen sich schon nach dem anstrengenden Weihnachts- und Silvestergeschäft auf diese Feier: „Wir drehen einfach die Zeit ein paar Tage zurück, weil wir Silvester ja am Arbeiten sind“, freut sich Sandra Dudde, die seit dem 5. Januar 1993 als Köchin bei Dahses arbeitet. Und Ingrid Dürr, die als Zimmermädchen beschäftigt ist, hebt die besondere Idee der Nach-Silvesterfeier hervor: „Weil wir es sind, da kommen alle Mitarbeiter aus beiden Häusern zusammen. Man trifft sich ja nicht jeden Tag.“

Und sie haben Silvester „geschuftet“. Isa Milkowski aus dem Servicebereich erzählte: „Es ist schon anstrengend. Aber es macht viel Spaß, wenn die Leute gut drauf sind.“ Und die Gäste waren gut drauf, „mit Aufräumen hatte ich morgens so gegen 6.30 Uhr Feierabend.“ Doch Isa Milkowski hat ihren eigenen Dreh für die Nacht zum Jahreswechsel gefunden: „Ich nehme meinen Mann mit zur Arbeit“ und der packt dann schon mal hinterm Tresen mit an.

Seit 2000 laden die Dahse-Brüder ihre Mitarbeiter zu ihrer Silvesterparty ein. „Sie findet immer am ersten Montag im neuen Jahr statt“, so Dagobert Dahse und sein ebenso geschäftstüchtiger Bruder fügt an: „Montags hat der Kuhstall sowieso Ruhetag und mit den Hotelgästen ist das immer geregelt.“ Jedes Jahr macht die illustre Gruppe in einer anderen Prignitzer Lokalität Station: „Nicht, dass wir uns nicht ein zweites Mal sehen lassen könnten“, lacht Dietmar Dahse, aber er hält so auch den Kontakt zu seinen Kollegen im Territorium. „Wir können noch viele Jahre in der Prignitz feiern…“


Selbst noch ein Feuerwerk gezündet


Dabei sollte es nur zur Jahrtausendwende etwas Besonderes sein. „Bei dem besonderem Datum haben wir uns gedacht, dann können wir ein paar Tage später mit unseren Mitarbeitern noch einmal auf das neue Jahr anstoßen“, erklären die beiden Gastronomen unisono. „Es hat damals allen so gut gefallen und so viel Spaß gemacht, da haben wir gesagt, das wollen wir jedes Jahr“, erzählt Sandra Dudde. Und so ist aus einer Idee eine Tradition geworden, an der fast die gesamte Belegschaft, die Auszubildenden nicht, von Anfang an dabei ist. Ebenso wie der Reckenziner Stefan Richter mit seiner Tropic-Discothek. Er sorgt für den musikalischen Rahmen. Denn wie es sich für eine fröhliche Silvesterfeier gehört, wurde natürlich auch das Tanzbein geschwungen. Und einen Jahreswechsel ohne Feuerwerk gibt es nicht. So zündete die Dahse-Belegschaft – allerdings schon um 22 Uhr – die Raketen. „Für später bekommen wir keine Genehmigung“, so Dagobert Dahse. Später wurde weiter gefeiert: „Aber wir sind in den vergangenen Jahren schon ruhiger geworden…“, sagte schmunzelnd Sandra Dudde.


 

 

 

 

 

 

 

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