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10-jähriges Jubiläum : Die Lotsen feiern Geburtstag

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Seit nunmehr zehn Jahren begleitet der Gründerlotsendienst des TGW Menschen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit

svz.de von
erstellt am 24.Apr.2014 | 22:00 Uhr

Überglücklich war Beatrice Borchert im November 2010, als sie endlich ihr Floristikgeschäft „BB Flowers“ in der Wittenberger Bahnstraße eröffnen konnte. „Ich habe schon lange vorher vom Schritt in die Selbstständigkeit geträumt“, sagt die gelernte Floristin. Verwirklichen konnte sie ihren Traum mithilfe des Gründerlotsendienstes vom Technologie- und Gewerbezentrum Prignitz (TGW). Seit 2004 begleiten so genannte Gründerlotsen Menschen wie Beatrice Borchert mit Beratungen, Gesprächen und der Vermittlung von wichtigen Kontaktpersonen auf dem Weg zum eigenen Unternehmen. Gestern feierte der Gründerlotsendienst sein zehnjähriges Bestehen.

„Ich wurde schon oft gefragt, was denn das Besondere an dem Gründerlotsendienst sei, schließlich gibt es etliche Projekte, die das Unternehmertum stärken wollen“, sagt Sandra Balkow, Gründerlotsin im TGW. Ihre Antwort: „Anders als in anderen Projekten bieten wir nicht nur Gespräche an, sondern begleiten die Leute von der Idee bis zur Geschäftseröffnung und darüber hinaus.“ Sie bekommen Fachberater – inzwischen sind es um die 50 verschiedene – an die Hand und können sich jederzeit mit Fragen und Problemen an uns wenden, letzteres auch dann noch, wenn sie bereits selbstständig sind.“

Rund 500 Männer und Frauen hat der Gründerlotsendienst seit seinem Start im März 2004 in die Selbstständigkeit verholfen. Allein 300 Existenzgründer sind es, seitdem der Dienst vor fünf Jahren mit dem TGW einen neuen Projektträger bekam. Im ersten Jahr seien es ungefähr 30 bis 40 Klienten gewesen, die Sandra Balkow und ihr Team betreut haben. „Inzwischen sind es mehr als doppelt so viele“, schätzen die Gründerlotsin und TGW-Geschäftsführerin Annett Jura. Dabei sind Menschen jeden Alters. „Am häufigsten vertreten sind die 30- bis 50-Jährigen“, so Sandra Balkow. „Wenige, die jünger sind, aber auch einige, die älter sind.“ Dazu gehört Gabriela Oltersdorf, die 2012 in Perleberg ihr Geschäft „das passt“ eröffnete und innovative, geschmackvolle Lösungen für Alltagsprobleme verkauft – etwa pyramidenförmige Kissen, die als Buch- oder Smartphonehalterung dienen.

Gabriela Oltersdorf gehörte wohl zu den kreativsten Köpfen, welche bisher ihre Ideen beim Gründerlotsendienst vorstellten. Der höchste Prozentsatz der Existenzgründer komme indes aus der handwerklichen Branche. „Natürlich können wir nicht jeden einzelnen in die Selbstständigkeit verhelfen. Manch einer nimmt sich zu viel vor oder es gibt finanzielle Hürden“, sagt Sandra Balkow.

Sie und ihr Team beraten und begleiten übrigens nicht nur Menschen aus der Prignitz oder jene, die in die Prignitz zurückkehren wollen. So seien sie inzwischen auch Anlaufstelle für Ostprignitz-Ruppiner, seitdem der dortige Gründerlotsendienst weggebrochen ist.

 

 

 

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