Rambower Moor : Die Letzten werden die Ersten sein

Michael Beier, Christian Ebert, Dr. Sven Rannow, Umweltminister Jörg Vogelsänger, Dr. Elke Baranek und Thorsten Uhe (v. l.)
Michael Beier, Christian Ebert, Dr. Sven Rannow, Umweltminister Jörg Vogelsänger, Dr. Elke Baranek und Thorsten Uhe (v. l.)

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten im Wettbewerb holte sich das Rambower Moor doch noch den Titel. Siegerehrung fand in Moorscheune Boberow statt.

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24. November 2014, 08:00 Uhr

„Schönstes Naturwunder Deutschlands 2014“: Mit dieser Auszeichnung kann sich das Rambower Moor ab sofort schmücken. Nach einer gemeinsamen Umfrage der Heinz-Sielmann-Stiftung und des Vereins Europarc Deutschland belegte es den ersten Platz in der Kategorie Moorlandschaften. Am Freitag fand in der Moorscheune Boberow die Siegerehrung statt. Zu diesem Anlass gab es einiges zu sehen.

Ab 14 Uhr öffnete die Moorscheune für Interessierte ihre Türen, bevor dann um 15 Uhr die offizielle Feierstunde begann. Landrat Torsten Uhe begrüßte die Veranstaltungsgäste. Dazu gehörten unter anderem Michael Beier, Vorstand der Heinz Sielmann Stiftung, und Dr. Elke Baranek, Geschäftsführerin von Europarc Deutschland e. V., die gemeinsam die Urkunde an Dr. Sven Rannow, Leiter des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe-Brandenburg, übergaben. „Auch die Moorscheune erhält für ihr Engagement eine Anerkennung“, betonte Beier und übergab Inhaber Christian Ebert ebenfalls eine Urkunde.

Zu Beginn des Wettbewerbs sah es gar nicht gut aus für das Rambower Moor. Es lag zunächst weit abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze. Daraufhin legten sich Ebert und Praktikant Marty Lenthe ins Zeug und machten die Teilnahme des Moores an dem landesweiten Wettbewerb publik. Ob über die Homepage, die Presse, das Radio oder Facebook, überall riefen sie die Menschen zum Abstimmen auf, so dass es schließlich zum eindeutigen Sieg reichte.

Das Rambower Moor gewann mit 41 Prozent aller Stimmen. Auf dem zweiten Platz, etwas abgeschlagen mit etwa 22 Prozent, liegt das Schwarze Moor in Bayern, gefolgt vom Venner Moor in Niedersachsen mit 17 Prozent. Insgesamt beteiligten sich knapp 3000 Menschen per Internet oder Post an der Abstimmung.

Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger dankte in seiner Rede besonders der Stiftung und gratulierte der gesamten Region zum ersten Preis. Beier erklärte: „Ziel solcher Kampagnen ist es, viele Menschen auf Naturschönheiten vor der eigenen Haustür aufmerksam zu machen und zu einem besseren Verständnis für die Anliegen des Naturschutzes beizutragen“. Dr. Elke Baranek betonte die Einzigartigkeit des Moores und sagte: „Moore sind nicht nur Naturwunder, sondern auch Naturkapital“. Schließlich informierten noch Dr. Detlef Guhl, Vorsitzender der Seegemeinde Boberow, und Dr. Sven Rannow über das Rambower Moor und seine Besonderheiten. So bietet es beispielsweise vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat.Ebenfalls anwesend war Naturfotograf Dieter Damschen, der das Foto „Kraniche am Rambower Moor“ für den Wettbewerb geschossen hatte.

Mit einem gemütlichen Beisammensein klang der festliche Nachmittag in der Moorscheune aus.

An der diesjährigen Wahl zum „schönsten Naturwunder Deutschlands“, die mittlerweile zum sechsten Mal stattfand, nahmen insgesamt 18 Moorlandschaften teil. Für seinen Favoriten konnte man von Mitte August bis Ende September abstimmen.


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