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Positive Bilanz : Die Lenzener Burg ist ein Magnet

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Besucher- und Tagungszentrum des BUND überzeugt Touristen mit Exkursionen in die Elbtalaue und Veranstaltungen

svz.de von
erstellt am 12.Feb.2016 | 08:00 Uhr

Das BUND-Besucher- und Tagungszentrum auf der Burg Lenzen ist seinem Ruf als touristischer Magnet und „Leuchtturm der Region“, wie Amtsdirektor Harald Ziegeler jetzt sagte, im vergangenen Jahr erneut gerecht geworden. Insgesamt 18012 Gäste aus dem In- und Ausland besuchten die verschiedenen Dauer- und Sonderausstellungen, nahmen an Rad- und Bootstouren oder Seminaren und Tagungen auf der Lenzener Burg teil. Das waren allerdings rund 1000 weniger als im Jahr 2014, aber mehr als im Hochwasserjahr 2013.

Ein Grund für die hohen Besucherzahlen ist das enorme Angebot an Kultur- und Bildungsveranstaltungen. „Wir hatten letztes Jahr 200 mit über 5000 Veranstaltungsteilnehmern“, berichtet Susanne Gerstner, Leiterin des Besucherzentrums auf Burg Lenzen. Besonders die 70 Park- und Geländeführungen, unter anderem ins Deichrückverlegungsgebiet und ins Grüne Band, eines der größten Naturschutzprojekte entlang des ehemaligen Grenzstreifens, wurden gut angenommen.

Und auch in Sachen bauliche Veränderungen gab es Neues im und am Besucherzentrum. Im April eröffneten Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger und Lenzens Bürgermeister Christian Steinkopf ein neues Ausstellungsmodul in der Kuppel des Burgturms. Unter dem Motto „Gans – hoch hinaus“ kann man hier zu einem virtuellen Flug mit einer hölzernen Wildgans, modelliert vom Mödlicher Künstler Bernd Streiter, über die Elbtalaue starten.

Im Mai folgte die Enthüllung der Brunnenfigur „Fauna“ im Poesie- und Naturgarten mit weiteren Kunstobjekten Streiters auf dem Burggelände. Zudem wurde das Bio-Hotel um 215 Quadratmeter Frühstücks- und Tagungsraum erweitert und damit ein weiteres Puzzleteil bei der Sanierung und Gestaltung des Gesamtensembles aus Architektur und Landschaftspark im Beisein von zahlreichen Gästen feierlich übergeben. Knapp eine Million Euro kostete der Anbau mit seinen zwei Außenterrassen und direkter Anbindung an die Südseite des Burghotels.

Ein weiterer Höhepunkt war die Eröffnung des Lenzener Auenforums im August. Das lange leer stehende und umfangreich sanierte ehemalige Hotel „Deutsches Haus“ in der Hamburger Straße 48/49 werden die Stadt Lenzen und der BUND künftig gemeinsam nutzen. Der BUND betreibt das Gebäude mit einer Begegnungsstätte, Kochwerkstatt, Café, Arbeits- und Ausstellungsräumen sowie zwei Gästezimmern. Die Stadt nutzt das Dachgeschoss als Ausstellungsraum für den Museumsfundus. Zudem haben der Filzverein und die Naturwacht in dem Fachwerkgebäude ein neues Zuhause gefunden.

Als Erfolg wertete Susanne Gerstner auch die Kulturveranstaltungen mit dem Wandertheater „Ton und Kirschen“ oder das Konzert mit „Several Gents“ im Burgpark. Auch Regionalmarkt und Burgweihnacht fanden regen Zuspruch. Gut angenommen wurden ebenfalls der 17. Geo-Tag der Artenvielfalt, die Naturschutztage sowie die DBU-Projekte „Klima- und Energiebildung“ sowie „Grenzen überwinden mit neuen Medien“ mit deutschen, polnischen und russischen Schülern.

Auf ihren Lorbeeren ausruhen wollen sich die Verantwortlichen des Besucherzentrums aber auch in diesem Jahr keineswegs, wie die Angebote im Veranstaltungskalender zeigen. Um auch ausländischen Besuchern mit mehr Informationen zu versorgen, wurden die verschiedenen Informationsflyer auch in englischer Sprache herausgegeben.

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