zur Navigation springen

In der Kreisstadt wird Musik gelebt : „Die Leidenschaft zählt“

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

17. Gospelworkshop in Perleberg mit Rekordbeteiligung. Teilnehmer schwärmen von ihrem Chorleiter

von
erstellt am 13.Mär.2017 | 11:00 Uhr

Vier Stunden Gospelworkshop am Freitagabend hinter sich, fünf Stunden Proben vor sich und dann noch das große Abschlusskonzert in der St.-Jacobi-Kirche in Perleberg: Für Annett Rose und Joline Krull kein Problem. Durch ihre Adern scheint Musik, Gospelmusik zu fließen. Die Augen der jungen Frauen, die aus Rostock bzw. Bremen angereist sind, leuchten. Und die beiden schwärmen von Darius Rossol. Der heute in Köln lebende Brandenburger ist der Profi, der Chorleiter, der Schlüssel zum Erfolg nicht nur des Gospelworkshops am vergangenen Wochenende, sondern auch der vorangegangenen Kurse, die alle mit einem öffentlichen Konzert endeten.

Für Annett Rose ist es der zweite Workshop: „Und weil ich es bei meinem ersten Mal vor eineinhalb Jahren so toll fand, habe ich meine Freundin Joline – wir sind in Pritzwalk zusammen zur Schule gegangen – überzeugt, dieses Mal mitzukommen.“ Schnell erzählen die beiden noch, „dass uns Darius ganz toll motivieren kann“. Und sie zitieren ihren Chorleiter, der gesagt hat, „hier kommt es nicht auf Perfektion an, die Leidenschaft zählt“. Dann suchen sie sich schnell in der Aula des Gottfried-Arnold-Gymnasium einen Platz. Der Raum füllt sich mehr und mehr, es wird richtig eng. 120 sangesfreudige Erwachsene und Jugendliche proben mit Darius Rossol. Und dann noch einmal 18 Kinder, das jüngste sechs Jahre alt, denen sich Rossol am Samstagvormittag extra widmete. „Wir haben Rekordbeteiligung“, vermelden Kathrin Zell und Anne-Kathrin Preuß.

Die beiden Perlebergerinnen sind quasi Wiederholungstäter, singen seit 2001 bzw. sogar seit 1998 bei den Workshops Gospel. Und sie gehören als Mitglieder der evangelischen Gemeinden mit zu den Organisatoren des Musikevents, das sich mittlerweile bundesweit herumgesprochen haben muss. Denn anders ist die große Anzahl von Autos mit Kennzeichen von weither rund um das Gymnasium nicht zu erklären. „Es ist die Ausstrahlung von Rossol, einfach einmalig“, flüstert eine Frau im Vorbeigehen, bevor sie auf einen Stuhl huscht. Auch Christa Aschenkampff kann ihre Begeisterung nicht verhehlen. „Ich bin das erste Mal dabei“, sagt sie und bedauert das. Mit 80 Jahren ist sie die älteste Teilnehmerin. „Bisher habe ich mich nicht getraut. Das ist so schade, aber man kann die Zeit ja nicht zurück drehen.“

Nun genießt sie aber die Probestunden, freut sich auf das abendliche Konzert in der Kirche. Auftritte ist Christa Aschenkampff gewohnt. Sie gehört, wie sie schnell noch erzählt, zur kirchlichen Gospelgruppe in der Kurstadt. Dann geht die Probe weiter.

Frank Wedel am Klavier übernimmt mit zwei Musikerkollegen den musikalischen Part des Workshops. Wedel erzählt von 1998, als der allererste Perleberger Workshop stattfand, davon, dass er mit zu den Ideengebern gehörte. Wer hätte gedacht, dass sich daraus ein solches Event entwickelt, sagt der junge Mann, der regelmäßig mit dem Prignitzer Gospelchor probt und selbst Workshops veranstaltet.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen