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Der Prignitzer

12. Dezember 2017 | 09:27 Uhr

Die "Kleine Strolche" ziehen um

vom

svz.de von
erstellt am 27.Sep.2013 | 09:55 Uhr

Wittenberge | Meika Gutke zieht ihrer Tochter Zoe Fine die Jacke aus. Noch ein Küsschen, dann beginnt für die Dreijährige der Kindergartentag in der Awo-Kita "Haus der kleinen Strolche" im Gehrenweg. Ihren einjährigen Sohn Zac Pepe hat Mutti Gutke bereits in der Krippe eine Etage tiefer im Haus zu den Erzieherinnen gebracht. "Das hat heute das letzte Mal so funktioniert", sagt die junge Frau. Ab Montag ändert sich der gewohnte Rhythmus. Zoe Fine wird dann im "Würfel" in der Bad Wilsnacker Straße betreut, ihr kleiner Bruder weiterhin im Gehrenweg.

Der Grund: Die Kita zieht mit 90 Mädchen und Jungen im Kindergarten- und Hortalter um. Es geht in den Jugendclub in der Bad Wilsnacker Straße. Die 35 Kleinen im Krippenalter bleiben im Haus im Gehrenweg. Der teilweise Auszug ist nötig, weil das Gebäude zur Baustelle wird. "Wir bekommen einen neuen Fußboden, neue Türen, alles wird gemalert. Natürlich freuen wir uns, dass alles noch schöner wird", sagt Kita-Leiterin Heidemarie Blohm gestern früh. Für die 90 Kinder und ihre acht Erzieher bedeutet das aber auch, dass sie bis in den Februar hinein im "Würfel" ein Übergangsdomizil haben. Heute ist der große Umzug. Alles kommt mit: die Puppen, die Autos, jeder Baustein und jeder Buntstift. Seit Wochen bereiteten die Erzieherinnen den Kita-Umzug vor. "So etwas macht man wirklich nicht im Vorbeigehen", sagt Heidemarie Blohm. Nur an einem Tag bleibt die Kindertagesstätte wegen des Ortswechsels geschlossen. Und das ist heute. Ab Montag soll dann im "Würfel" der normale Kita- und Hortbetrieb weiter gehen. "Viele fleißige Helfer aus der Stadt und von unserem Träger, also der Awo, unterstützen uns", bedankt sich die Kita-Chefin. Die Krippenkinder werden innerhalb des Hauses im Gehrenweg so untergebracht, dass sich von dem Baugeschehen möglichst wenig mitbekommen, versichert Blohm. Auch die Küche bleibt im Gehrenweg, wird die Kinder von dort aus versorgen. Rechtzeitig und langfristig habe man mit den Eltern gesprochen, ihnen die Situation erklärt und sei auf viel Verständnis gestoßen. "Wir sind froh, mit dem ,Würfel ein adäquates Ausweichquartier gefunden zu haben, alle Behörden haben es geprüft und grünes Licht gegeben", ist der Prignitzer Awo-Geschäftsführer Christian Müller froh. Bereits in den letzten Jahren hat die Stadt zur Sanierung des Hauses im Gehrenweg, das ihr gehört, viel Geld in die Hand genommen. Aber erst jetzt ist es wegen zusätzlicher Investmittel möglich, die noch ausstehenden Arbeiten zu erledigen.

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