zur Navigation springen
Der Prignitzer

16. Dezember 2017 | 21:50 Uhr

Mehr Angebote : Die jungen Talente fördern

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Chor, Oper, Musical – Lotte Lehmann Akademie erweitert ihre Angebote und bietet ganzjährig Workshops an

svz.de von
erstellt am 19.Feb.2016 | 08:00 Uhr

Der nächste Schritt wird ein ganz großer sein. Nach Lotte Lehmann Woche und der Sommer-Akademie soll ab 2017 ein Ganzjahresbetrieb folgen. Das Grundkonzept stellte der künstlerische Leiter Angelo Raciti kürzlich den Stadtverordneten vor (wir berichteten).

Die Akademie sei den Kinderschuhen entwachsen. Das zeigen die konstanten Teilnehmerzahlen. Seit dem Start 2009 waren es 100 Sänger aus 24 Ländern und fünf Kontinenten“, sagt Raciti. In der Opern- und Gesangsszene habe sich das Angebot einen guten Ruf erarbeitet, nicht zuletzt durch die „Weltklasse-Dozenten“, meint Raciti. Daher sei er optimistisch, dass der Schritt hin zu einem Ganzjahresbetrieb gelingen werde.

Das bedeute nicht, dass ständig Kurse stattfinden, Dozenten dauerhaft in Perleberg an der Akademie arbeiten. Geplant seien monatliche Workshops, vor allem an Wochenenden. Sie sollen unterschiedliche Zielgruppen ansprechen.

Zum Beispiel Schulchöre der drei Prignitzer Gymnasien, aus Wittstock sowie Kyritz. Mit ihnen fanden bereits 2013/14 erfolgreiche Workshops statt. „Sie sammeln Erfahrungen für Auftritte, machen Theaterarbeit und bilden ihre Stimmen aus“, erläutert Raciti.

Wichtigste Zielgruppe seien natürlich die Opernsänger. Sie könnten sich in Perleberg auf Aufnahme-, Zwischen- oder Endprüfungen vorbereiten. Als dritte und neue Zielgruppe denkt Raciti an Musicalsänger. „Hamburg ist eine Musicalhochburg.“ Zusammen mit den drei Opernhäusern in Berlin könnte Perleberg seine Lage als Trumpf ausspielen. Neben den Workshops bilden die Woche und die Sommerakademie auch künftig den Grundstein für die Arbeit.

Schon in diesem Jahr soll mit dem Ganzjahresbetrieb begonnen werden. Im ersten Schritt sind im Mai ein Chorworkshop und im Oktober ein Musiktheaterprojekt geplant.

Die vier bis sechstägigen Workshops würden etwa 4000 bis 7000 Euro Kosten. Das Geld wird für Dozenten, Pianisten und Werbung benötigt. Gerechnet wird mit etwa zehn Teilnehmern, die diese Kosten durch eine Gebühr finanzieren sollen. Die Stadt selbst müsste keinen Zuschuss geben. So zumindest der Plan.

Auf Nachfrage der Abgeordneten räumt Angelo Raciti jedoch ein, dass die Akademie mittelfristig nicht mit eigenen Angestellten arbeiten wird. Die Leitung neben ihn hat Ulrike Zibell, Julia Daue ist zuständig für die Koordination. Beide sind Angestellte der Stadt. Auch die Abrechnung übernehmen Mitarbeiter des Rathauses, so dass die Stadt durchaus die Lote Lehmann Akademie mit Personalkosten subventioniert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen