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A14 erst 2022 komplett : Die große Trasse rückt näher

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Baustart und Fortschritte in Sachsen-Anhalt. Bereich Seehausen und Wittenberge bleiben planerisch eine Herausforderung

von
erstellt am 25.Jul.2017 | 21:00 Uhr

Nun soll es 2022 werden. Nachdem das lange versprochene Ziel 2020 unerreichbar ist, soll nun zwei Jahre später „die A 14 durchgängig befahrbar sein“, erklärte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel. An einzelnen Abschnitten konnten Fortschritte erzielt werden, aber es bestehen auch weiterhin offene Fragen.

Der Planungsstand im Juli beginnend im Süden sieht laut den jeweils zuständigen Landesministerien wie folgt aus:

Dahlenwarsleben - Wolmirstedt/B 189


Das Planfeststellungsverfahren läuft seit 2011. Es gab mehrere Auslegungen und Aktualisierungen der faunistischen Daten. Eine ergänzende Auslegung von Planunterlagen wird vorbereitet. Baustart unbekannt.

Wolmirstedt/B 189 - Colbitz/B 189

Die Verkehrsfreigabe erfolgte am 29. Oktober 2014. Da s ist einer von drei bis jetzt fertigen Abschnitten.

Colbitz/B 189 - Tangerhütte/L 29


Am 16. August wird Baustart für diesen rund 8,5 Kilometer langen Abschnitt sein. Zunächst wird eine Brücke errichtet, im nächsten Jahr könne mit dem Bau der Fahrbahn begonnen werden. Mit Fertigstellung in drei Jahren könnte dann auf 14 Autobahnkilometern in Sachsen-Anhalt gefahren werden.

Tangerhütte/L 29 - Lüderitz/L 30


Bestandskräftiges Baurecht liegt seit Dezember 2016 vor. Die bauvorbereitenden Maßnahmen haben begonnen. Es wurden vier Flurbereinigungsverfahren eingeleitet und die erste Stufe der archäologischen Dokumentation ist ab dem Frühjahr 2018 vorgesehen.

Lüderitz/L 30 - Stendal-Mitte/L 15


Das ursprüngliche Verfahren aus dem Jahr 2011 wurde nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 2014 eingestellt und gleichzeitig ein neues Verfahren eröffnet. Die neuen Planunterlagen lagen 2015 öffentlich aus. Aktuell werden die Hinweise aus dem Erörterungstermin bearbeitet und ein wasserrechtlicher Fachbeitrag erstellt. Die Unterlagen werden voraussichtlich im September 2017 öffentlich ausgelegt werden.

Stendal-Mitte/L 15 - Osterburg/L 13


Für das im Jahr 2011 eingeleitete Planfeststellungsverfahren war ein weiteres Änderungs- und Ergänzungsverfahren erforderlich. Die Auslegung der Planunterlagen erfolgte im März und April diesen Jahres. Derzeit wird an der Fassung des Planfeststellungsbeschlusses gearbeitet.

Osterburg/L 13 - Seehausen-Nord/L 2


Das Planfeststellungsverfahren wurde im Jahr 2014 eingeleitet. Die Überarbeitung einzelner naturschutzfachlicher Unterlagen zur Feldlerche ist fast abgeschlossen. Eine Auslegung der geänderten Unterlagen im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens ist erforderlich.

Seehausen-Nord/L 2 Landesgrenze


Dieser Abschnitt ist für Brandenburg von besonderer Bedeutung, da nahtlos die Elbquerung anknüpft. Das Planfeststellungsverfahren läuft seit 2010. In diesen sieben Jahren gab es mehrere Veränderungen und Auslegungen .

Die erforderliche Aktualisierung naturschutzfachliche Beiträge und der neu erstellte wasserrechtliche Fachbeitrag machen eine dritte ergänzende Auslegung der Planunterlagen erforderlich. Sie soll vom 1. bis zum bis 31. August erfolgen. Anfang 2018 könnte es einen Planfeststellungsbeschluss geben – abhängig vom Ergebnis der Auslegung.

Elbbrücke - B 195


Im Herbst wird der Planfeststellungsbeschluss erwartet. Baubeginn heißt das aber nicht. Erst wenn auch ein bestandskräftiges Baurecht für den Seehäuser Abschnitt vorliegt, kann gebaut werden. Beide Abschnitte sind miteinander verbunden.

Die Brücke verläuft parallel (westlich) zur vorhandenen Elbquerung der B 189, die auch erhalten bleibt. Der Abstand zwischen beiden Brückenbauwerken beträgt etwa sechs Meter. Die Autobahn behält die Kronenbreite von 28 Metern mit jeweils zwei Richtungsfahrbahnen.

Die Brücke wird etwa 1,1 Kilometer lang sein und untergliedert sich in eine 695 Meter lange Vorlandbrücke und eine 412 Meter lange Strombrücke. Diese ist als Balkenbrücke in Stahlverbundbauweise über drei Felder geplant. Aus Naturschutzgründen (Licht und Bewässerung unterhalb der Brücke) ist im Vorlandbereich ein Lichtspalt zwischen den beiden Richtungsfahrbahnen von 2,50 Meter vorgesehen, der im Bereich der Strombrücke nicht mehr benötigt wird.

B 195- Karstädt


Das Planfeststellungsverfahren für diesen Autobahnabschnitt ruht seit etlichen Jahren, weil naturschutzrechtliche Gründe den ursprünglich geplanten Verlauf unmöglich machten. Vor einem Jahr wurde ein neuer Trassenverlauf vorgestellt, die Detailplanung liegt derzeit im Bundesverkehrsministerium zur Prüfung vor. Im kommenden Jahr könnte das Planfeststellungsverfahren neu eröffnet werden. Baustart unbekannt.

Karstädt- Groß Warnow

Der gut elf Kilometer lange Abschnitt ist seit Dezember 2015 für den Verkehr frei gegeben, seit bald drei Wochen aber voll gesperrt. Starkregen hatte schwere Schäden an der Böschung verursacht.

Groß Warnow- Grabow


Die Bauarbeiten laufen, die Freigabe wird für Dezember erwartet.

Grabow- Dreieck A 14/A24


Freie Fahrt seit Dezember 2015.  

 


 

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