Gefiederte Schönheiten : Die größte Schau im Norden

Nick Krenz und Anika Ehlert aus Rohlsdorf (Gemeinde Halenbeck-Rohlsdorf) präsentieren ein Deutsches Nönnchen mit Rundhaube (r.) und eine Luchstaube, schwarz-weißgeschuppt. Der Landwirt ist bereits erfahrener Taubenzüchter, seine Lebensgefährtin ganz neu im Zuchtgeschäft.
Nick Krenz und Anika Ehlert aus Rohlsdorf (Gemeinde Halenbeck-Rohlsdorf) präsentieren ein Deutsches Nönnchen mit Rundhaube (r.) und eine Luchstaube, schwarz-weißgeschuppt. Der Landwirt ist bereits erfahrener Taubenzüchter, seine Lebensgefährtin ganz neu im Zuchtgeschäft.

19. Prignitz-Rassetaubenausstellung mit Rekordbeteiligung: 2270 Tiere wurden am Wochenende in Meyenburg gezeigt und bewertet

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03. Januar 2016, 18:36 Uhr

Als Kreisschau ging sie einst an den Start – inzwischen gilt die Prignitz-Rassetaubenschau des Kleintierzuchtvereins Meyenburg als größte reine Taubenausstellung nördlich von Berlin. „Vermutlich noch darüber hinaus“, sagt Vereinsvorsitzender Fredi Rosenthal am Sonnabend. Mit der neuerlichen Rekordbeteiligung von 2270 gefiederten Schönheiten dürfte sich die Veranstaltung im Norden des Landkreises endgültig als überregionaler Magnet etabliert haben. „Etwa 230 Tiere, die angemeldet waren, konnten wir gar nicht annehmen, das hätte jegliche Kapazitäten gesprengt“, so Rosenthal. Neben den Räumlichkeiten meint er damit auch den personellen Aufwand, den der Verein betreibt, um aus der Schau etwas Besonderes zu machen. Schließlich nehmen es die Meyenburger sehr genau mit solchen Dingen, wie Gastfreundschaft, leiblichem Wohl und eben dem ganzen Drumherum. Um die 1000 Besucher mögen es am vergangenen Wochenende bei der Ausstellung gewesen sein, ein gemischtes Publikum aus Experten und interessierten Laien.

Von derzeit gut 300 Taubenrassen wurden rund 100 in Meyenburg gezeigt. Die Aussteller kamen aus einem Umkreis von mehr als 200 Kilometern. Auch die Preisrichter nehmen teils weite Wege in Kauf, bis zu etwa 100 Kilometer. „31 waren dieses Mal im Einsatz, sieben mehr als bei der vorangegangenen Schau“, berichtet Fredi Rosenthal. Besonders stolz sind er und seine aktiven Mitstreiter im Verein darauf, dass nicht nur Masse, sondern natürlich sehr viel Klasse gezeigt wurde. Und darauf, dass der Präsident des bundesdeutschen Rassegeflügelzüchterverbandes sowie der Vorsitzende des Brandenburger Landesverbandes, Christoph Günzel und Rolf Graf, am ersten Wochenende des neuen Jahres höchstpersönlich in der Prignitz vorbeischauten.

Warum sich gerade Meyenburg mit seinem ausrichtenden Verein zusehends als Mekka der Rassetaubenzucht erweist, vermag auch Fredi Rosenthal nicht abschließend zu ergründen. Schließlich habe auch sein Verein, so der selbstständige Landwirt, mit Problemen zu kämpfen, die man anderenorts ebenfalls antreffe, vor allem mit dem demografischen Wandel. Außerdem erlebe gerade dieses zwar schöne, aber aufwändige Hobby derzeit nicht gerade einen Aufschwung. „Dennoch haben wir erfreulicherweise recht viele junge Leute“, so Rosenthal. Von den zirka 90 Mitgliedern, ist immerhin ein Zehntel unter 18, auch in der Altersgruppe zwischen 20 und 35 gibt es eine ganze Reihe Züchter, die sich aktiv in die Vereinsarbeit einbringen. Und Zuwachs, so Rosenthal lächelnd, sei jederzeit herzlich willkommen. Das nimmt man dem sympathischen Mann sofort ab.

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