zur Navigation springen

Resümee und Ausblick : „Die goldene Gans“ im Visier

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Wahrbergeverein steht 2015 vor veränderter finanzieller Situation wegen Mindestlohnregelung / Neuauflage für bewährte Veranstaltungen

von
erstellt am 20.Jan.2015 | 22:00 Uhr

Mit Aushängeschildern ist die 1991 gegründete Kultur- und Heimatfreundevereinigung Wahrberge e. V. – besser bekannt unter Wahrbergeverein – reich gesegnet. Für alle kann Vereinschef Halldor Lugowski ein positives Jahresresümee ziehen. Als Publikumsmagnet etablieren sich nicht nur seit Jahren Zeltplatz, Jugendgästehaus und Ferienlager, sondern auch die Sommerrodelbahn. Eröffnet wurde die einzige derartige Anlage in der Prignitz am 1. Juni 2012. Die Saison 2014, so Lugowski, sei ähnlich gut gelaufen wie die vorangegangenen. Rund 5000 Leute vergnügten sich von April bis Oktober vergangenen Jahres. Etwa ein Viertel der Nutzer sind Erwachsene. Die Bahn wurde übrigens noch in ihrem Entstehungsjahr – Ende 2012 – optimiert: Der Verein ließ eine neue, wesentlich effektivere Beregnungsanlage installieren. „Wir verbrauchen so rund ein Drittel weniger Wasser und hatten dank der Ersparnis die Investitionskosten innerhalb eines Jahres heraus“, berichtet Halldor Lugowski.

Zu den Anziehungspunkten zählt auch der Badesee. Er empfing seine Gäste zum Saisonstart 2014 mit einem neuen Strand. Rund 30 Vereinsmitglieder hatten, unterstützt von Firmen, eigens dafür im Herbst 2013 einen groß angelegten Arbeitseinsatz durchgeführt, bei dem das gesamte Wasser aus dem See gelassen wurde und man einen Teil des Schilfs und der Wurzeln entfernte. Am Ufer wurden mehr als 100 Kubikmeter gewaschener Sand ohne Feinanteile aufgebracht, womit man eine bessere Sichttiefe erreichte. Seit mehr als 15 Jahren lädt der Groß Woltersdorfer Badesee bereits zum Erfrischen, Schwimmen und Planschen ein.

Zu einem Treffpunkt mausert sich die ganzjährig geöffnete vereinseigene Gaststätte „Zur Hexe“ in Groß Woltersdorf, der Zulauf sei 2014 stärker gewesen als in den Jahren zuvor. Von den insgesamt sieben Mitarbeitern, die der Verein beschäftigt, sind vier in der Gaststätte tätig. Der Wahrbergeverein steht als Arbeitgeber indes mit Beginn des neuen Jahres vor einer veränderten Entlohnungssituation – dem Mindestlohn. „Eine Herausforderung für uns – aber kein unlösbares Problem“, machte Halldor Lugowski im Gespräch mit dem „Prignitzer“ deutlich. Die vier Kollegen in der Gaststätte haben Ganzjahresverträge, die Auslastung ist allerdings stark saisonabhängig. Die Schwierigkeit, so Lugowski, sei unterdessen nicht ausschließlich in der Bezahlung des Mindestlohns zu sehen. Die Spanne zwischen denjenigen, die vorher in Abhängigkeit von Leistung und Verantwortungsbereich schon mehr bekamen, und denjenigen, die nun per Gesetz auf Mindestlohnniveau angehoben werden, verringere sich. „Wir müssen also auch den anderen als Leistungsansporn wiederum mehr zahlen als vorher“, schildert Halldor Lugowski die komplexe Situation, vor der nicht nur der Wahrbergeverein steht. Der Vereinsvorstand habe sich damit auseinandergesetzt und alles genau durchdacht. „Wir sind optimistisch“, sagt Halldor Lugowski.

Das kann der rund 50 Mitglieder starke Verein auch mit Blick auf seine gut laufenden Veranstaltungsreihen – Theatertag, Märchentag, Beachparty – sein. „Die erfolgreichen Sachen werden auf jeden Fall fortgesetzt. Wir stecken schon mitten in den Vorbereitungen“, so der Vereinsvorsitzende, der bereits verrät, dass das Wahrberge-Team zum Märchentag „Die goldene Gans“ aufführen wird.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen