Clara-Zetkin-Park Wittenberge : Die fliegende Nähmaschine

Das Planungsbüro stellte kreative Ideen für die Spielplatzgestaltung im Clara-Zetkin-Park vor. Besonders begeistert waren die Kinder von der Nähmaschine.
Das Planungsbüro stellte kreative Ideen für die Spielplatzgestaltung im Clara-Zetkin-Park vor. Besonders begeistert waren die Kinder von der Nähmaschine.

Planer stellen drei Varianten für den neuen Spielplatz im Zetkin-Park vor.

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27. März 2019, 05:00 Uhr

Die fliegende Nähmaschine mit ihrem Gewirr aus Seilen überzeugt die Kinder. Sie sehen sich bereits klettern, lehnen sich am Spulenwickler an und lassen die Beine lässig vom Tisch baumeln. Von drei Varianten für den künftigen Spielplatz im Clara-Zetkin-Park ist diese die beliebteste. Am Dienstag hatte die Stadt Kinder und Eltern in den Park eingeladen.

Alle drei Möglichkeiten greifen bekannte Themen aus der Stadt auf. Jede für sich hat ihren eigenen Reiz. Lokwerk spielt mit der städtischen Bahngeschichte. Angus Forbes vom Planungsbüro Schrickel zeigt Bilder von Spielelementen, die den großen Rädern einer Lok ähneln. Der gut zu erkennende Wasserturm bietet in dieser Variante eine Klettermöglichkeit. Auf den schmalen Schienensträngen können die Kinder balancieren.

Die Variante Fabrik ist für die Kinder schwerer fassbar. Sie verbindet industrielle Elemente mit Villenbauten, in denen die Fabrikdirektoren wohnten. Auffallend sind die Schornsteine, die in der Spielplatzversion als Rutsche fungieren. Aber das Model überzeugt nicht, wird von den Kindern abgelehnt.

Der Versuch einer Abstimmung zeigt ein klares Bild: Den zwei Jungs gefällt das Lokwerk, beim Bild der Nähmaschine schnellen die Hände der anwesenden Mädchen hoch. Sie sind klar in der Überzahl.

Moderation ist nötig. Der neue Spielplatz soll Kleinkinder, aber auch Jugendliche ansprechen. Fakt ist: Klettern favorisieren alle Altersgruppen, aber die Nähmaschine würde nur eine Höhe von 1,50 Meter erreichen. Die im Park vorhandene Kletterspinne sei dagegen deutlich attraktiver, aber sie ist alt. Wenn die Verkehrssicherheit in einigen Jahren nicht mehr gegeben ist, wird sie abgebaut, erklärt Peggy Heyneck vom Sachgebiet Umwelt des Bauamtes.

Was ist mit Klassikern wie Rutsche, Schaukel und Wippe?, fragen Eltern. Sind bei der Nähmaschine im Umfeld vorgesehen, beim Bahnwerk eher nicht. Ermuntert durch Angus Forbes verraten Kinder weitere Wünsche. Ein Baumhaus und ein Trampolin wären toll. Eine befestigte Strecke, um Radfahren zu üben, ergänzt eine Mutter und für die Jugend würde gewiss ein Grillplatz Sinn machen. Oder eine Torwand und eine überdachte Sitzgelegenheit, unter der man auch bei Regen abhängen könnte, meint ein Vater.

An Ideen mangelt es nicht, aber heute gehe es nur um den Spielplatz, sagt Peggy Heyneck. Das Gesamtkonzept für den Park sei bereits im vergangenen Jahr öffentlich diskutiert worden, steht im Wesentlichen fest. Fördermittel sind beantragt. Modifizierungen seien möglich. Gelegenheit dazu bietet eine öffentliche Informationsveranstaltung im April. „Auf der werden wir noch einmal das Gesamtkonzept vorstellen“, so Heyneck. Dieses umfasst unter anderem auch einen Wasserbereich und mehr Bänke.

Im Zuge der Neugestaltung spiele auch das Thema Sauberkeit eine Rolle. Die sei nicht zufriedenstellend, meint eine Mutti. Das beginne mit den vielen Hundehaufen und ende mit Scherben in der Sandkiste. Auch Zigarettenstummel ließen sich reichlich finden, lautet ein weiterer Hinweis.

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