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Gründerseminar für Schüler : Die Firmenchefs von morgen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Jugendliche lernen erstmals in einem Seminar, was für eine Unternehmensgründung nötig ist

von
erstellt am 02.Sep.2016 | 10:00 Uhr

Tom Niklas Tröger hat einen Wunsch. Der 14-Jährige aus Düpow möchte sich später selbstständig machen. „Ich will alte Fahrräder so umbauen, dass man mit ihnen im Gelände fahren kann. Solche Downhill-Räder kosten neu mehr als 3000 Euro. Meine sollen viel billiger sein“, erklärt der Jugendliche seine Geschäftsidee. Das Radfahren liegt ihm. Jeden Tag fährt er insgesamt 30 Kilometer mit seinem Drahtesel von Düpow nach Wittenberge zum Technologie- und Gewerbezentrum (TGW) in die Laborstraße. Hier findet das dreitägige Seminar „Wie gründe ich eine Firma“ statt, das heute endet.

Wie wird aus einer Idee ein Unternehmen? Welche Grundlagen brauche ich, um mich selbstständig zu machen? Was muss ich bei einem Kostenplan beachten? Diese und weitere Fragen werden in dem dreitägigen Seminar im TGW behandelt. Ins Leben gerufen wurde es von den Regionalen Lotsendiensten Prignitz und Ostprignitz-Ruppin des TGW zusammen mit der Sparkasse Prignitz. Der Regionale Wachstumskern Prignitz (RWK) unterstützt das Projekt, das in diesem Jahr zum ersten Mal stattfindet. „Wir möchten die jungen Leute auf kaufmännische Sachverhalte aufmerksam machen“, erklärt Sandra Balkow, Geschäftsführerin des TGW und gleichzeitig Koordinatorin des RWK.

Neun Schüler der Klassenstufen acht bis zwölf haben sich für das kostenlose Seminar angemeldet. Sie kommen aus Perleberg, Lanz, Lenzen, Düpow und Wittenberge. So auch Elisabeth Pliyev. Was genau die 16-Jährige nach ihrem Abitur machen will, weiß sie noch nicht. „Aber die Selbstständigkeit ist auf jeden Fall eine Option. Und deswegen möchte ich mir hier schon Grundwissen aneignen“, berichtet sie.

Neben den Gründerlotsen Christin Schaffranneck und Robin Schmidt konnten auch externe Dozenten für den Workshop gewonnen werden. Außerdem besuchen die Schüler hiesige Unternehmen und holen sich bei den Chefs so manchen Ratschlag. „Wir waren mit den Jugendlichen zum Beispiel bei der Dr. Otto GmbH, die sich unter anderem mit der Verarbeitung von Pflanzeninhaltsstoffen befasst. Der Chef berichtete über die Arbeit der Firma“, so Robin Schmidt.

Sowohl Elisabeth als auch Tom sind überzeugt vom Konzept des Seminars. „Ich würde mir wünschen, dass auch die Schulen stärker auf das Thema Firmengründung eingehen. Vielleicht in einer Arbeitsgruppe, in der Schüler dann freiwillig mitmachen können“, meint Elisabeth.

 

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