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Stadtmuseum „Alte Burg“ Wittenberge : Die Faszination Äthiopiens

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Sonderausstellung über Land, Leute und zu den Anfängen der Menschheit im Stadtmuseum „Alte Burg“ Wittenberge eröffnet

von
erstellt am 17.Mai.2015 | 21:00 Uhr

„Die Begegnung mit den Menschen ist uns ganz wichtig, ansonsten bekommt man auch keine guten Fotos“, sagen Gaby und Gerhard Hafenrichter. Die Berliner Dokumentarfotografen bereisten im Jahr 2010 für drei Wochen den Süden Äthiopiens. Das Ergebnis ihrer Eindrücke ist seit dem Wochenende im Stadtmuseum „Alte Burg“ Wittenberge bei der Ausstellung „Äthiopien – Wiege der Menschheit“ bis zum 29. August zu sehen.

„Wir möchten das faszinierende Land mit seiner stolzen Geschichte Ihnen näher bringen“, führen sie bei der Vernissage am Sonnabend die Besucher ein. Und die Ausstellung trägt nicht umsonst ihren Namen. Die stolze Geschichte dieses afrikanischen Landes geht bis zu den Anfängen der Menschheit zurück. Äthiopien war schon vor 3,5 Millionen Jahren besiedelt. Etliche Skelett- und Artefakt-Funde in der Afar-Senke stützen die These, dass die Menschheit dort ihre Wiege hat.

Im Süden des Landes begegnet man zahlreichen Stämmen mit ihren eigenen Kulturen. Die Dörfer wie Konsos, Hamars oder Siltes sind schon durch die Bauweise der Hütten unterschiedlich geprägt, wissen die Dokumentarfotografen zu berichten. Ihre Bilder zeigen Menschen wie sie mit einem einfachen Holzpflug den Boden bearbeiten, Frauen, die kilometerweit das Wasser schleppen müssen, aber auch die farbenfrohen Märkte, auf denen u. a. der fantasievolle Perlenschmuck zu bestaunen ist. „Die Menschen sind sehr freundlich. Die Kinder kommen auf einen zu“, sagt Gaby Hafenrichter. „Äthiopien ist arm, aber die Menschen sind glücklich. Wir dürfen das Land, seine Bewohner nicht mit europäischen Augen sehen“, so die Berlinerin auf die Frage, wie sie Äthiopien – eines der ärmsten Länden der Welt – empfunden habe.

„Es ein großes Vergnügen für mich, sie im Namen des Bürgermeisters und des Parlaments bei dieser Ausstellungseröffnung zu begrüßen. Wir wissen nicht viel über Ihr Land, ich hoffe, dass es nach der Ausstellung viel mehr ist“, richtete Stadtverordnetenvorsteher Karsten Korup die Worte an die vierköpfige äthiopische Delegation. „Wir haben erfahren, dass hier eine Ausstellung über unser Land eröffnet wird und wollen dabei sein. Es freut uns sehr“, sagte Atsede Kidanu Abraha, Gesandte und Ministerin der äthiopischen Botschaft in Berlin.

„Wir haben schon eine Kaffeekultur-Ausstellung gezeigt. Jetzt wollten wir zeigen, aus welchem Land der Kaffee kommt. Es ist zudem spannend, etwas über die Anfänge der Menschheit zu erfahren“, sagte Museumschefin Birka Stövesandt. Und natürlich gab es auf der Vernissage äthiopischen Kaffee zu verköstigen. Da sich das Stadtmuseum am gestrigen internationalen Museumstag unter anderem mit der Präsentation des Restaurationshandwerks und einer Nähwerkstatt beteiligte, passte auch die Ausstellung dazu – die große weite Welt nach Wittenberge zu holen.  

 

 

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