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Elbebadetag 2016 : Die Elbe wird zur Badewanne

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Den sportlichen Auftakt für den dreitägigen Elbebadetag machten gestern Schülerteams aus der ganzen Prignitz

„Alle gucken, was der Vordermann macht, und dann die Paddel schön tief rein ins Wasser“. Die letzten Instruktionen vor dem Start, dann geht es in die Vorläufe zum Junior-Drachenbootrennen. Hunderte Schüler von Wittenberge bis Wittstock gaben gestern beim DGZfP-Cup den Auftakt für den Elbebadetag.

Dazu gehören die witzigen Kampfnamen wie „Abgebrochene Gartenzwerge“, „Dragonrunners“, die „Lautstarken“ oder „Emma and Friends“. Letzteres Team vom Curie-Gymnasium Wittenberge hört auf den Trommeltakt der 17-jährigen Emma. Und die gab sich selbstbewusst: „Wir wollen unbedingt gewinnen“, sagt die Schülerin. Zehn Minuten später stiegen sie und ihre Mannen dann erleichtert aus dem Boot. Sie konnten sich in der Vorlaufrunde durchsetzen.

Direkt auf dem Bootsanleger sind der Perleberger Sebastian Baier und der Pritzwalker Christian Thomas von der Wasserwacht für die Sicherheit im Hafenbereich zuständig. Das schwierigste seien die Ein- und Ausstiege so vieler Kinder in die Drachenboote. „Wir achten darauf, dass alle Schwimmwesten anhaben und die auch fest verschnürt sind“, so Baier. Der neuralgische Punkt werde das Elbetreiben am Sonntag, weshalb dann Mitarbeiter der Wasserwacht selber mit in die Fluten steigen und sich treiben lassen.

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Großes Problem im letzten Jahr: die Hitze. Steven Reppert, der für die Bäder-GmbH den Sanitätsdienst am Nedwighafen koordiniert, bemerkt: „Nach den Erfahrungen mit den hohen Temperaturen haben wir aufgerüstet und ein größeres Zelt aufgestellt. Zudem wird Dr. Libuda über die drei Tage hier vor Ort sein.“ Der 31-jährige angehende Medizinpädagoge erwartet bei den vielen sportlichen Aktivitäten, dass im Sanitätszelt die typischen Sportverletzungen wie Zerrungen oder Prellungen auflaufen. „Und ein paar Pflaster haben wir heute auch schon geklebt“, ergänzt Reppert.

Abgesehen von einigen kleinen Regenschauern blieb es gestern trocken. „Wir haben den kurzen Draht zu Petrus“, hofft Andreas Fester, Moderator des Spektakels.

Großzügig unterstützt werden Schwimmcup und Junior-Drachenbootrennen von der Materialprüfungsgesellschaft DGZfP in Wittenberge. Deren Regionalleiter Ronald Krull, sagt: „Wir wollen für die Region was machen und sind auch mit Wittenberge sehr eng verbunden. Es tut gut zu sehen, wie sehr die Kinder mit Spaß dabei sind.“ Er selber sei noch nie ins Drachenboot gestiegen. „Es hat sich leider noch nicht die Gelegenheit geboten“, sagt Krull und reicht fleißig Urkunden und Pokale an die Schwimmcup-Sieger aus. In den Wertungsklassen 1 und 2 landeten dort die Kinder der Jahnschule jeweils auf dem ersten Platz. Das Geheimnis dieses sportlichen Erfolgs? Schwimmlehrer Knut Tonagel erklärt es so: „Wir sind seit zwölf Jahren die einzige Schule in der Prignitz, die den planmäßigen Schwimmunterricht in der 3. Klasse in der 4. und 5. fortsetzt.“ Dies gehe nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule, Stadt und Prignitzer Badewelt. „Und es zeugt auch von unseren guten Fachlehrern“, sagt Tonagel angesichts der Diskussion um die Zukunft des Schwimmunterrichts.

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erstellt am 08.Jul.2016 | 20:00 Uhr

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