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Mittelalterspektakel auf der Plattenburg : Die dicken Wolken weggezaubert

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Aus der Redaktion des Prignitzers

22. Auflage des Plattenburgspektakels kam witterungsbedingt schleppend in Gang, wurde dann aber richtig gut / Rund 6000 Besucher

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erstellt am 15.Jun.2014 | 22:00 Uhr

„Magie und Zauberei“ lautete das Motto des 22. Plattenburgspektakels am Wochenende. Viel Magie und Zauberei war zunächst am Sonnabend vonnöten, um Platzregen, Gewitter und schwarze Wolken zu vertreiben. Als sich Klärchen ab dem späteren Samstagnachmittag dann endlich blicken ließ, wurde alles gut. Nach vorläufigen Schätzungen sei man, inklusive des Kartenvorverkaufs, wieder an die Marke von 6000 zahlenden Besuchern herangekommen, resümierte gestern Uwe Neumann, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz. Eine Neuauflage des am Wochenende erstmals stattgefundenen Wildniscamps im Rahmen des Spektakels sei 2015 sehr wahrscheinlich, ergänzt er.

„Total authentisch“ finden zwei junge Berliner Familien das, was sie am Wochenende auf der Plattenburg erlebten. Auf der Suche nach einem originellen Geburtstagsgeschenk für Florian Zipser, der am Sonnabend 33 Jahre alt wurde, wurden die Hauptstädter im Internet fündig und unternahmen einen Tagestrip zum Spektakel. „Wir sind zum allerersten Mal dabei. Es ist super hier, sehr schön“, sagt Anja (36). Der kleine Jakob (5 Jahre) ist von den Rittern total begeistert. „Ritter find’ ich toll“, erzählte er dem „Prignitzer“. Ein Wiedersehen mit der Plattenburg und dem Mittelalterspektakel ist für die Berliner sehr wahrscheinlich.

Uwe Neumann bestätigt, dass Besucher, mit denen er ins Gespräch kam, die hohe Qualität der Veranstaltung lobten. Überdies sei der Wohlfühlfaktor dadurch erhöht worden, dass man mit einer anderen Anordnung von Verkaufs- und Aktionsständen die Ballung im Burginnenhof minimieren und Gästen insgesamt mehr Freiraum bieten konnte. „Natürlich nehmen wir uns auch Kritik zu Herzen, werden Nuancen im kommenden Jahr verändern beziehungsweise anpassen“, verdeutlicht Uwe Neumann.

Ein neues Plätzchen hatte in diesem Jahr auch Betty von Metus Nocte: Die Maine- Coon-Mischlingskatze begleitet Frauchen Gardis Fischer seit drei Jahren nicht nur zum Plattenburgspektakel, sondern auch zu anderen Events, auf denen die Berlinerin „Allerley Basteley“ anbietet. Betty hat ihr eigenes kleines Häuschen nebst Wappenfahne am Eingang, Futterstelle und Katzenklo immer dabei. Gefühlt jeder Zweite, der den Burginnenhof hinauf schlenderte, bückte sich tief herunter, um Betty anzuschauen bzw. zu streicheln. Die vierjährige Miezekatze zeigte keinerlei Scheu und habe zudem keine Ambitionen wegzulaufen, obwohl sie sich ja in Freiheit befindet. „Ich vermute, Betty denkt, dass sie ein Hund ist oder ein Mensch“, mutmaßt Gardis Fischer. Vielleicht ist es aber einfach nur Magie und Zauberei, die dieses kleine Wunder im großen Spektakel vollbringen.

 

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