zur Navigation springen

Krankenkasse schließt Servicestelle in der Elbestadt : Die DAK verlässt Wittenberge

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Kasse argumentiert: Der Trend geht zum Telefon und zur Mail. Immer weniger Besucher in der hiesigen Servicestelle.

svz.de von
erstellt am 08.Okt.2014 | 08:00 Uhr

Die DAK-Gesundheit hat ihren Sitz in der Wittenberger Bahnstraße aufgegeben. Wer seit dem 1. Oktober die Servicestelle in der Bahnstraße aufsucht, findet die Tür verschlossen, in der Tür aber ein Plakat. „Ab 1. Oktober erreichen Sie uns persönlich: DAK-Gesundheit, Berliner Straße 1, 19348 Perleberg“, ist da zu lesen.

Helga Schulz steht gestern Vormittag kopfschüttelnd davor. „Ich wollte nicht glauben, was in der Stadt erzählt wird. Aber es stimmt. Die DAK ist weg.“ Die Elbestädterin ist verärgert. „Sollen wir jetzt etwa immer nach Perleberg fahren, wenn wir was von der DAK wollen?“, fragt sie empört.

„Nein, das müssen unsere Versicherten ganz gewiss nicht “, sagt mit Nachdruck Anke Gerloff. Sie leitet das DAK-Servicezentrum in Perleberg, „denn die meisten Anliegen lassen sich telefonisch oder per Mail lösen“. Auf Anhieb fällt der Chefin des Servicezentrums kein Problem ein, „für das zwingend ein persönliches Erscheinen bei uns nötig ist.“

Für Helga Schulz ist es kein Argument. Sie sagt klipp und klar: „Ich kläre meine Anliegen lieber persönlich. Da kann man auch besser noch mal nachfragen. Und manchmal muss man ja auch was unterschreiben.“

Anke Gerloff hingegen sagt, es hätten immer weniger Mitglieder mit ihren Anliegen persönlich in Wittenberge vorgesprochen. „Die meisten rufen uns an oder schreiben eine Mail.“ Außerdem mache sich die schwindende Einwohnerzahl bemerkbar. Deshalb „ist auch die Wirtschaftlichkeit bei der Schließung in Wittenberge ein Thema gewesen“.

Um es Mitgliedern, die Post für das Perleberger Servicezentrum haben – egal, ob Krankenscheine oder Härtefallanträge – leichter zu machen, hat die DAK eine extra Regelung gefunden. Gerloff sagt: „Die Post an uns kann beim Augenoptiker ,Augenblicke’ in der Bahnstraße oder der Filiale im WEZ abgegeben werden.“

Die beiden Krankenkassenmitarbeiterinnen, die bisher Wittenberge betreuten, arbeiten jetzt in Perleberg. „Wer speziell mit ihnen sprechen möchte, muss das am Telefon nur sagen“, so Anke Gerloff.

Unberührt von der Schließung der Präsenz in Wittenberge ist Pritzwalk. Dort bleibt die Serviceeinrichtung erhalten. Auf die Frage nach dem Warum, sagt Anke Gerloff: „Der Einzugsbereich dort ist einfach größer. Die Wege entsprechend länger, wenn die Mitglieder in Einzelfällen bis nach Perleberg müssten.“


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen