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Nachfolge in Perleberg : Die Chirurgie bleibt erhalten

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Bernd Georgii geht in den Ruhestand / Nachfolger ist gefunden und wird auch Durchgangsarzt

von
erstellt am 29.Sep.2016 | 05:00 Uhr

Eine Ära endet: Diplom-Mediziner Bernd Georgii geht nach 35 Jahren medizinischer Tätigkeit in den Vorruhestand. Gestern übergab er den Schlüssel für seine Chirurgische Praxis im Gesundheitszentrum an seinen Nachfolger Dr. Olaf Schrank. „Da hast du ihn. Er ist zwar klein, passt aber in jede Tür“, so Georgii, der auch einen symbolischen Staffelstab weiterreichte.

Er gehe mit gemischten Gefühlen. „Einerseits freue ich mich mit 63 Jahren auf einen neuen Lebensabschnitt. Andererseits habe ich sehr gern hier gearbeitet, schätze das Schwesternteam sehr und natürlich auch die Patienten.“ In den vergangenen Jahren habe sich die Praxis einen guten Ruf erarbeitet, Georgii selbst ist quasi bekannt wie ein bunter Hund. „Wenn ich durch die Stadt gehe, grüßen mich viele Leute und berichten, dass das oder jenes wieder funktioniert. Das freut mich natürlich.“ Doch irgendwann ist eben Schluss. Auch wenn die Trennung schwer fällt, wisse er die Praxis und die Patienten in guten Händen. „Es ist ein Glücksfall für die Region, dass so schnell ein Nachfolger gefunden wurde. Die Prignitz liegt ja nun mal nicht im Speckgürtel von Berlin.“ Bernd Georgii und Olaf Schrank kennen sich aus gemeinsamen Zeiten im Perleberger Kreiskrankenhaus. In den 1980ern war Georgii einer von Schranks Ausbildern. Letzterer arbeitete bisher als Leitender Oberarzt im Diakoniekrankenhaus Seehausen. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung. Mich reizt die Aufgabe“, sagte der 54-jährige Schrank, der weiterhin in Seehausen wohnen wird. Das Tätigkeitsfeld des Mediziners umfasst nun auch die Funktion als Durchgangsarzt für Arbeits- und Wegeunfälle. „In diesem Bereich war Wittenberge bisher ein weißer Fleck. Deswegen ist es umso schöner, dass wir diesen Mangel nun beseitigen können“, erklärte Karsten Krüger, Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Prignitz, zu dem das Gesundheitszentrum in Wittenberge gehört. Damit das Angebot des sogenannten D-Arztes vorgehalten werden kann, wurde neue Technik angeschafft. Außerdem absolvierte Olaf Schrank bestimmte Fortbildungen, um die fachlichen Voraussetzungen zu erfüllen. Ab dem 4. Oktober kümmert sich der 54-Jährige in Wittenberge um seine Patienten. Er wird, wie auch Bernd Georgii, als angestellter Arzt tätig sein. Ein Vorteil gegenüber seiner Zeit im Krankenhaus: „Die Arbeit dort hat viele Wochenenddienste bedeutet. Das ist körperlich sehr anstrengend.“ Viel einfacher wird es allerdings nicht werden. Pro Quartal behandelte Georgii zwischen 800 und 900 Menschen.

Bis morgen ist er noch in der Praxis. Kommende Woche geht’s in den Urlaub. Ende des Jahres beginnt für ihn und seine Frau Martina, die als Kinderärztin in Wittenberge arbeitet, ein völlig neuer Lebensabschnitt. Das Paar wandert nach Schweden aus. Mehr dazu erfahren Sie in Kürze in Ihrem „Prignitzer“.  

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