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Campin am Rudower See : Die Camper können kommen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Am Rudower See startet die Saison. Sigmar Beck bleibt Pächter, ein Käufer ist nicht in Sicht.

von
erstellt am 09.Apr.2016 | 04:30 Uhr

Der Naturcampingplatz am Rudower See in Lenzen-Leuengarten ist auch für ausländische Touristen ein beliebtes Ausflugsziel. „Wir hatten hier in der vergangenen Saison Leute mit ihren Wohnmobilen aus ganz Skandinavien, Holland, Belgien, der Schweiz oder aus osteuropäischen Ländern wie Lettland. Einige waren schon mehrfach bei uns. Sogar Radfahrer aus Australien haben hier übernachtet“, erzählt Betreiber Sigmar Beck.

Der Osterburger, selbst seit über 20 Jahren Dauercamper am sogenannten See-Ende, war mit den Besucherzahlen im vergangenen Sommer zufrieden. Neben neuen Dauercampern und Kurzzeitbesuchern halten ihm Feriengruppen und Freizeiteinrichtungen wie das Perleberger Effi weiterhin die Treue.

„Die Gäste fühlen sich auf diesem idyllischen Fleckchen halt wohl.“ Und dafür tut er einiges. So haben er und Helfer in den Wintermonaten unter anderem die Duschen der Sanitäranlage neu silikoniert. Die Farbe für den geplanten Anstrich des Sanitärgebäudes steht schon bereit.
Beck, der nach der gerichtlichen Trennung der Stadt vom vorherigen Pächter im Jahr 2013 die Bewirtschaftung des terrassenförmig angelegten Campingplatzes ursprünglich als Zwischenlösung eigenverantwortlich übernommen hatte, wird Besucher auch in dieser Saison empfangen. Mit einem Feuer an den Osterfeiertagen begannen er und einige Dauercamper die neue Saison. Am 15. Mai steigt das Backofenfest.
Doch ungetrübt ist die Arbeit des Pensionärs nicht. Die jüngste Entscheidung der Lenzener Stadtverordneten, dass noch mehr Kurzzeitstellplätze für Caravans und Wohnmobile auf das Gelände der Badeanstalt in der Rekener Straße entstehen sollen, möchte Beck schon nicht mehr groß kommentieren. „Das ist Sache der Stadt“, sagt Beck, obwohl ihm dadurch finanzielle Einbußen entstehen.
Viel irritierender ist seiner Meinung nach die Ausschilderung zum Campingplatz. So führt das Hinweisschild in der Karstädter Straße Leute, die aus Richtung Grabow/Karstädt kommen, mit ihren Wohnmobilen direkt zur Badeanstalt und nicht zum Campingplatz.

Sigmar Beck möchte dagegen, dass hier zusätzlich ein Hinweisschild „Campingplatz – 4 km“ installiert wird. „Dafür kämpfe ich schon seit drei Jahren. Denn wir hatten schon Gäste, die vom Elberadweg kamen und durch die Ausschilderung an der Badeanstalt landeten“, erzählt er. Doch bisher sei diesbezüglich nichts passiert.
Zudem sei die fehlende Internetverbindung im Campingplatzbüro „ein ganz großer Nachteil. Mailanfragen kann ich von hier aus nicht beantworten. Und schnelles DSL werden wir in Leuengarten wohl auch nicht bekommen“, sagt Beck, der sich deshalb häufig noch auf Telefon und Fax beschränken muss.
Für den zum Kauf angebotenen Campingplatz selbst ist laut Lenzens Bürgermeister Christian Steinkopf immer noch kein potenzieller Interessent in Sicht. Um Käufer zu locken, hatte die Stadt Lenzen Ende 2013 eine neue Ausschreibung für das Objekt ohne das festgeschrieben Mindestangebot in Höhe von 320 000 Euro auf den Weg gebracht. Bisher ohne Erfolg. 

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