Weiterbau der Autobahn : Die A14 rückt an Bentwisch heran

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Die Planer haben sich entschieden und beginnend an der B 195 einen Trassenverlauf der A 14 bei Wittenberge festgelegt.

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14. Juni 2016, 21:00 Uhr

Die Planer haben sich entschieden und beginnend an der B 195 einen Trassenverlauf der A 14 bei Wittenberge festgelegt. Die Autobahn wird um Lindenberg und Bentwisch herumführen, aber deutlich näher an Bentwisch heranrücken, als es ältere Planungen vorgesehen hatten. Die kürzeste Distanz zur Wohnbebauung wird rund 200 Meter betragen. Diese Eckdaten stellten gestern Vertreter der Deutschen Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) sowie des Potsdamer Verkehrsministeriums im Rathaus Wittenberge auf einer Bürgerversammlung vor.

Noch vor einem Jahr waren an gleicher Stelle verschiedene Varianten der Straßenführung vorgestellt worden. Übrig geblieben sei nur diese eine, betonte der beauftragte Projektleiter Holger Behrmann von der Deges. Flächenmäßig habe es kaum Spielraum gegeben. Jede weiter vom Dorf entfernte Variante sei naturschutzrechtlich nicht umsetzbar. Das hätten die umfangreichen Untersuchungen ergeben.

Dichter dran an die Wohnbebauung bedeutet mehr Lärm. Eine Lärmschutzwand sowie eine spezielle Fahrbahndecke sollen die Geräuschkulisse reduzieren. „Die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte werden dadurch eingehalten“, sagten Holger Behrmann und Egbert Neumann, Abteilungsleiter Verkehr im Ministerium.

Eine Zeitschiene lasse sich nur ansatzweise nennen, keinesfalls aber ein Termin für den Baubeginn. Zunächst werde dieser Entwurf zur Trasse mit allen Auswirkungen auf Umwelt und Bevölkerung dem Bundesverkehrsministerium vorgelegt. Das soll bis Jahresende geschehen. Das Ministeriums muss der Planung zustimmen. Wie lange dieser Prozess dauert, sei offen, so Neumann. Erst dann beginne das eigentliche Planfeststellungsverfahren mit der Beteiligung der Öffentlichkeit. Erst der Planfeststellungsbeschluss markiert das Baurecht, gegen diesen kann aber geklagt werden.

Offen bleibt auch der Baubeginn der Elbbrücke. Erst sollte der Planfeststellungsbeschluss schon im Frühjahr 2015 vorliegen, dann Ende des Jahres. Gestern gab es keine konkrete Aussage. Neue EU-Gesetze zum Schutz von Gewässern müssten noch berücksichtigt werden. Die reine Bauzeit der Brücke gab Egbert Neumann mit 33 Monaten an.

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