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Der Prignitzer

23. November 2017 | 08:38 Uhr

Desinfektion ist der beste Schutz

vom

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erstellt am 24.Nov.2011 | 07:07 Uhr

Prignitz | Die Krankenhäuser in der Prignitz sind nach eigenen Aussagen in puncto Hygiene gut aufgestellt. Sowohl das Kreiskrankenhaus in Perleberg als auch die KMG-Klinik in Pritz walk verfügen über ausgebildetes Fachpersonal, wenn auch noch nicht über einen ausgewiesenen Hygienearzt. Der könnte Bestandteil einer Krankenhaus-Hygieneverordnung sein, die bereits in sieben Bundesländern gilt und vom Land Brandenburg bis März 2012 vorgelegt werden muss.

Im Kreiskrankenhaus Perleberg kümmert sich in der Praxis Anke Teetz um die Hygiene. Die Krankenschwester ist nach einer Zusatzausbildung auf diesem Gebiet staatlich anerkannte Fachkraft und vom Haus für Hygieneaufgaben freigestellt. "Verantwortlicher Arzt für Hygiene ist der Leitende Chefarzt Prof. Dr. Rolf Dein. Er ist gleichzeitig auch Vorsitzender der Hygienekommission. Sie trifft sich vierteljährlich und natürlich in Ausnahmesituationen", sagt Anke Teetz.

Das sei aber noch nicht alles. "Wir arbeiten seit Jahren mit einem externen Hygieneberater auf Honorarbasis zusammen", erklärt sie. Dabei handelt es sich um einen Mikrobiologen. Dieser Arzt kontrolliere und berate die Klinik in Perleberg auf diesem Gebiet. Zudem existiere im Krankenhaus mit 368 Betten und 570 Mitarbeitern auch eine Hygieneordnung, und es sei nach externen Qualitätsmanagementsregeln zertifiziert. "Wir laufen also eventuellen Vorschriften vorweg", ist Anke Teetz zufrieden.

Und wie sieht die Arbeit von Schwester Anke in der Praxis aus? Werden ihre Dienste oft in Anspruch genommen? "Ja, täglich. Es tauchen auf den Stationen immer wieder Fragen zur Hygiene auf. Wie mit Keimen umzugehen ist, wie sie verhindert werden können. Aber es ist zum Teil auch ein Bürojob", antwortet Anke Teetz. Worauf es bei der Hygiene ankommt, das erklärt sie mit einem Wort: "Desinfektion". Und denkt dabei vor allem an sauberere Hände.

Ob es künftig einen hauptamtlichen Hygienearzt am Perleberger Kreiskrankenhaus geben wird, das kann Geschäftsführer Wolfgang Korzen jetzt noch nicht beantworten. "Das hängt davon ab, ob das neue Gesetz solch einen Arzt vorschreibt. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass größere Einrichtungen einen Hygienearzt haben sollten. Bei kleineren Häusern reicht ein beratender Arzt. Und man muss auch schauen, ob es dann genügend ausgebildete Hygieneärzte gibt", sagte er.

Im KMG-Klinikum Pritzwalk gibt es ein Hygieneteam. Leitende Fachkraft ist hier Jana Dorne, ausgebildet am Hygieneinstitut der Charité Berlin und verantwortlich für die Häuser in Pritzwalk, Kyritz, Wittstock und Havelberg. Sie wird unterstützt von ihren Kolleginnen Dorothea Fischer und Katrin Denstorf - ebenfalls ausgebildete Hygienefachkräfte. Als externer Berater gehört Prof. Dr. Andreas Podbielski, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene sowie Krankenhaushygieniker am Universitätsklinikum Rostock zum Team.

Dies werde unterstützt von ausgebildeten hygienebeauftragten Ärzten und Mitarbeitern auf jeder Abteilung in der Pflege. Wie in Perleberg tage auch in Pritz walk mit 143 Betten und 138 Mitarbeitern regelmäßig eine Kommission zum Thema. In der Praxis würden im KMG Klinikum Hygienepläne und Leitfäden zu hygienerelevanten Arbeitsabläufen erstellt, es finden regelmäßige Hygienebegehungen und Schulungen von Mitarbeitern statt, informiert das Haus. Außerdem würden Infektionsstatistiken ausgewertet.

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