Stadtbetriebshof gerüstet : Der Winter kann kommen

Das Fahrzeug ist für den Wintereinsatz umgerüstet.
Das Fahrzeug ist für den Wintereinsatz umgerüstet.

Ab heute beginnen in Wittenberge Kontrollen, ob Straßen überfroren sind.

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21. November 2014, 08:00 Uhr

Es geht los mit der Winterbereitschaft: Ein Mitarbeiter des Stadtbetriebshofes musste heute sehr früh aus den Federn. „Wir beginnen mit der Streckenkontrolle. Bei Temperaturen kurz vor dem Gefrierpunkt müssen wir an den neuralgischen Punkte gucken, ob Einsatzfahrzeuge raus müssen“, sagt Andreas Grieswald als Chef des Stadtbetriebshofes. Erfahrungsgemäß gehören die Brücken nach Breese, die große Hafenbrücke, der Külz-Berg wegen seiner Höhenlage, die Kurve Düsterweg/Gehrenweg, der Kurvenbereich in Höhe des Wasserwerks – um einige zu nennen – zu den Bereich, „wo es kurzfristig anziehen kann, und das meist in den Morgenstunden“, sagt Grieswald. Seine dringende Bitte an alle, die im Winter auf zwei oder vier Rädern unterwegs sind: „Denken Sie bitte mit, seien Sie vorsichtig. Wir können nicht überall zur gleichen Zeit kontrollieren und im Einsatz sein. Witterungsverhältnisse verändern sich manchmal sehr schnell.“ Für die Mitarbeiter vom Betriebshof seien die technischen Daten im Winterdienst beim Einsatz wichtig, aber ebenso würden die jahrelangen Erfahrungen zählen.

„Noch haben wir unsere Winterdienstbereitschaft nicht zu 100 Prozent hochgefahren, erst einmal zwei Fahrzeuge umgerüstet, mit denen wir auf die Straßen raus können“, sagt Grieswald. Denn strenge Fröste und Schnee sind noch nicht angesagt, aber eben Temperaturen um die zwei Grad.

Insgesamt stehen, wenn die Technik umgerüstet ist, dem Stadtbetriebshof acht Fahrzeuge zum Räumen und Streuen zur Verfügung. Sechs kleinere für die Gehwege, zwei für die Fahrdämme. Auch wenn dieses Verhältnis verwundern mag, es sei normal, sagt der Betriebshofchef, denn der Aufwand auf den Straßen ist geringer als der in den Nebenanlagen. Außerdem gelte aber grundsätzlich: „Wir setzen die Technik so ein, dass sie den größten Effekt bringt.“

Welche Straßen in der Gemarkung vom Stadtbetriebshof oder dessen Vertragspartnern gekehrt und abgestumpft werden müssen, haben die Stadtverordneten in einer Satzung festgelegt. „Es handelt sich um insgesamt 85 Kilometer einschließlich der Ortsteile. Darunter beispielsweise die Verbindungsstraße nach Hinzdorf und die Ortslage Bentwisch“, so Grieswald. Neu hinzugekommen ist in diesem Jahr die Uferpromenade. Abzusehen ist, dass der Betriebshof auch für die neu am Bahnhof entstehenden Parkplätze den Winterdienst übernehmen wird. „Wir sind zunehmend gefordert“, sagt der Betriebshofchef. „Dafür müssen wir Lösungen finden.“


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