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Der Prignitzer

26. September 2017 | 22:06 Uhr

Der Verkehr rollt wieder

vom

svz.de von
erstellt am 25.Jun.2013 | 07:18 Uhr

Bälow / Breese | Gestern hob die untere Wasserbehörde das Fahrverbot auf den Deichen im Landkreis Prignitz auf. Gleichzeitig ist auch die Kreisstraße zwischen Sandkrug und Bälow wieder uneingeschränkt befahrbar. Die Perleberger Straße zwischen Weisen und Breese bleibt hingegen gesperrt. Das teilte gestern Gerald Neu, Ordnungsamtsleiter in Bad Wilsnack, mit.

Aufgrund der zurückgegangen Wasserstände der Elbe und des Fortschritts bei den Rückbaumaßnahmen, ist es Inhabern von Ausnahmegenehmigungen wieder gestattet, die Deiche im Rahmen ihrer Zulassung mit Kraftfahrzeugen zu befahren. Auch Radfahrer dürfen seit gestern, wie gehabt, die ausgebauten Wege auf den Deichkronen benutzen, informiert der Landkreis.

Doch nicht überall rollt der Verkehr: Die Straße zwischen Breese und Weisen bleibt weiterhin gesperrt. "Die Rückbauarbeiten sind hier im Gange und werden zirka eine Woche dauern", informiert Gerald Neu. So lange müssten sich die Nutzer der Straße noch gedulden.

Feuerwehrleute bekommen Unterstützung

Bereits am Samstag waren zum Beräumen der gesperrten Strecke bei Breese 35 Feuerwehrkameraden aus dem Bereich Gumtow mit vier Trupps auf der L 11 und mit einem Trupp auf der Kreisstraße im Einsatz. Seit Montag unterstützt die Firma Universalbau die Aufräumarbeiten. Außerdem werden zehn Mitarbeiter einer kurzfristig bewilligten Arbeitsförderungsmaßnahme in den Bereichen Weisen, Quitzöbel, Bälow, Rühstädt sowie Breese eingesetzt.

Auf der Deichstraße zwischen dem Sandkruger Wäldchen und Bälow läuft der Verkehr inzwischen wieder wie gewohnt. Feuerwehren aus Pritzwalk und der Gemeinde Plattenburg haben am Wochenende gemeinsam mit weiteren Kameraden aus Groß und Klein Lüben sowie Helfern aus Bälow die Sandsäcke von der Kreisstraße geräumt (wir berichteten). Die aufgeschüttete Stützberme soll bis zum Neubau des Deiches bestehen bleiben.

Doch auch wenn sich die Verkehrslage normalisiert, sind die Rückbaumaßnahmen längst nicht abgeschlossen. Vielerorts liegen noch Sandsäcke entlang der Deiche.

Die Aufräumarbeiten im Landkreis dauern an

Da die Aufräumarbeiten und Deichsicherungsmaßnahmen längere Zeit in Anspruch nehmen, könne es kurzzeitig und örtlich begrenzt weiterhin zu Einschränkungen kommen, bitten der Landkreis und das Landesumweltamt um Verständnis.

Die für den Hochwasserschutz eingesetzten Sandsäcke können übrigens nicht wiederverwendet werden, macht Bernd Lindow von der unteren Wasserbehörde deutlich. "Die Jutesäcke werden durch die Nässe mürbe, und Kunststoffsäcke sind sehr UV-empfindlich", so Lindow. Die Beutel werden entsorgt, der Sand werde zwischengelagert, bis eine sinnvolle Weiterverwendung gefunden ist. Säcke, die direkt im Wasser lagen, bilden eine Ausnahme. Diese würde man samt Inhalt gesondert entsorgen, so Lindow.

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