Entscheidung ist gefallen : Der Theaterkeller schließt

Am 31. Mai schließt der Theaterkeller im Kulturhaus seine Pforten. 18 Jahre wurde er von der Lucullus GmbH betrieben.
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Am 31. Mai schließt der Theaterkeller im Kulturhaus seine Pforten. 18 Jahre wurde er von der Lucullus GmbH betrieben.

Catering und gastronomische Betreuung von Kulturhausveranstaltungen bleibt gewährleistet

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03. Mai 2017, 12:00 Uhr

18 Jahre lang hat die Lucullus GmbH den Theaterkeller im Kulturhaus betrieben. Nun zieht sie sich aus dem Restaurant zurück. „Wir schließen am 31. Mai“, informiert Lucullus-Geschäftsführer Lars Meiswinkel. Er führt für den Entschluss, „der uns sehr schwer gefallen ist“, zwei wesentliche Gründe an: Zum einen gebe es wirtschaftliche Gründe in Bezug auf das Restaurant, zum anderen „wird es immer schwieriger, gut ausgebildetes Fachpersonal zu bekommen“.

Wie Meiswinkel sagt, sei der Theaterkeller bei Veranstaltungen im Kultur- und Festspielhaus und an den Wochenenden stets sehr gut ausgelastet. Anders sehe es aber über die Woche aus. „Deshalb mussten wir jetzt auch entscheiden, wie es weitergehen soll mit diesem Restaurant.“ Hinzu käme der akute Fachkräftemangel, sagt Meiswinkel. Mitarbeiter würden häufig wechseln. Junge Leute, die in der Gastronomie lernen wollen, gebe es kaum noch oder gar nicht.

Uwe Neumann bedauert als Leiter des Kultur- und Tourismusbetriebes (KSTW), zu dem das Kulturhaus gehört, die Entwicklung sehr, denn der Theaterkeller habe in den zurückliegenden 18 Jahren für Qualität, für eine dem Haus und dessen Veranstaltungen stets angemessen Gastronomie gestanden. Neumann bedankt bei der Lucullus GmbH für die jahrelange, sehr gute Zusammenarbeit.

Und er sei sehr froh, so der KSTW-Leiter weiter, über die Zusage der Lucullus GmbH, „das Haus weiter zu betreuen“. Das hat Meiswinkel der Betriebsleitung zugesagt. Es werde beim Catering bzw. bei der gastronomischen Betreuung von Veranstaltungen keinen Abbruch geben. Die Versorgung erfolge, wie bereits jetzt teilweise, über die Lucullus GmbH. Außerdem, das betont Meiswinkel mit Nachdruck, werde die Schließung des Theaterkellers keinen Einfluss auf das sonstige Engagement von Lucullus mit seinen 35 Mitarbeitern haben. Als Beispiele nennt Meiswinkel die im September geplante Bier- und Weinmeile und auch das Stadt- und Hafenfest.

Eine der festangestellten Mitarbeiterinnen wird aus dem Theaterkeller in den Lucullussitz im Industriegebiet Süd wechseln, informiert Meiswinkel. Die anderen Mitarbeiter, alle noch in der Probezeit, könne das Unternehmen nicht weiterbeschäftigen, bedauert der Geschäftsführer.

Die Auszubildenden erhalten die Möglichkeit, versichert der Luculluschef, ihre Lehre im Unternehmen abzuschließen.

Wichtig ist Meiswinkel die Information, dass bereits mit Gästen abgesprochenen Feiern im Theaterkeller abgesichert werden. Gutscheine müssten bis Ende Mai im Restaurant eingelöst werden oder ansonsten bei der Lucullus GmbH.

Der KSTW möchte das Restaurant möglichst zügig neu vergeben, sagt Betriebsleiter Neumann und formuliert gleichzeitig den damit verbundenen Anspruch. Der Theaterkeller solle auch künftig den Ansprüchen, die eine Einrichtung wie das Kultur- und Festspielhaus sie stellt, gerecht werden.

Angestrebt sei eine Neuvergabe des Theaterkellers möglichst schon zu Beginn der Herbstspielsaison ab September.  

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