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Der Prignitzer

21. November 2017 | 18:48 Uhr

Sternfahrt : Der Saison entgegen geradelt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Egal ob individuell oder bei einem der Treffpunkte in Bad Wilsnack, Kyritz, Lindenberg, Meyenburg, Perleberg, Wittenberge, Wittstock, Wolfshagen, überall hatten sich die Prignitzer auf ihre Räder geschwungen.

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erstellt am 24.Apr.2016 | 22:00 Uhr

Ein großes Klingeln und das Rattern von vielen Rädern auf Kopfsteinpflaster erfüllte am Samstag den Marktplatz in Pritzwalk. Ein Geräusch, das auszuhalten war, trafen die beinahe 400 Teilnehmer der Sternfahrt doch in mehreren Gruppen vor dem Rathaus ein. Dabei hatten sie ganz unterschiedliche Strecken zurück gelegt, um an das Ziel der Sternfahrt zu gelangen und damit symbolisch die neue Radsaison einzuläuten.

Egal ob individuell oder bei einem der Treffpunkte in Bad Wilsnack, Kyritz, Lindenberg, Meyenburg, Perleberg, Wittenberge, Wittstock, Wolfshagen, überall hatten sich die Prignitzer auf ihre Räder geschwungen. Doch war niemand so flink unterwegs wie zwei Blumenthaler. Sie trafen bereits um 11.30 Uhr auf dem Platz ein. „Wir haben 19 Kilometer zurückgelegt, sind aber auch sonst viel mit dem Rad unterwegs“, erzählt Bärbel Gottwald. Doch ist diese Aussage etwas untertrieben, wünschte sie sich doch zu ihrem 70. Geburtstag eine Radtour von der Prignitz nach Jena, die dann auch in drei Tagen bewältigt wurde. Ihr Begleiter Volkmar Schenk hat zudem noch einen weiteren Grund für die Aktivität parat: „Der beste Hausarzt ist Dr. Bewegung. Wir haben immer ein Ziel – gesund zu leben und wenn man sich dann überwindet, ist es ein herrliches Gefühl.“

Einen deutlich gemütlicheren Auftakt des Tages hatte sich hingegen Uwe Trampenau gewählt. Er war zwar auch mit Muskelkraft angereist, hatte sich aber den langen Weg erspart: „Ich habe dem Bürgermeister mein Tandem geliehen und möchte nun eigentlich nur gerne sehen, wie er damit ankommt.“ Doch ist Trampenau nur an diesem Tag nicht auf großer Radtour unterwegs, sonst kann man ihn schon als großen Fahrradfreund betiteln. „Ich habe zwischen zehn und 15 Räder zuhause, mit Hilfsmotor, DDR-Modell usw. Ich habe nie den Autoführerschein gemacht und bin nur mit dem Rad unterwegs. Das ist das schönste Fortbewegungsmittel, nur so erschließen sich viele Routen richtig“, erzählt er, während er mit Hund Moppel in seiner Rikscha sitzt.

Lange muss er nicht auf sein Tandem und Pritzwalks Bürgermeister Wolfgang Brockmann warten. „Die Fahrt hat mir keine großen Probleme bereitet“, beschreibt der Bürgermeister das etwas ungewöhnliche Gefährt, auch wenn er anführt, dass er nicht die komplette Strecke darauf zurückgelegt hat. Doch war dies auch nicht nötig, um den Sinn der Aktion „die Prignitz radelt an“, zu verinnerlichen. Vielmehr ist es das Fahrrad und die Fortbewegung damit, die fast alle Teilnehmer vereint. „Man denkt gar nicht an die Muskeln, sondern radelt einfach, genießt die Natur“, meint Horst Tuttenstätter, der 50 Kilometer aus Karstädt zurückgelegt hat.

„Und dann hier auf ein so super Bühnenprogramm zu treffen, wo alles reibungslos funktioniert, das ist einfach toll“, ergänzt Petra Rinke. Was sie damit meint, ist vor allem das Drumherum in Pritzwalk. So wurde die Tour mit einem Innenstadtfest gekoppelt, das das Motto „Musikalischer Frühling“ trägt.

Kein Wunder also, dass die Musik ein wesentlicher Bestandteil war. Neben einer Band auf der Bühne, nutzte der Pritzwalker Spielmannszug die Gunst, um auch auf sein Jubiläum aufmerksam zu machen. „Wir feiern 55 Jahre und uns verbindet, genauso wie die Radler, unser gemeinsames Interesse. Zudem sind wir ja auch eine Sportgemeinschaft“, meint Vereinsvorsitzende Ilona Schilke. Und genau dies fasst auch die Grundlagen der Sternfahrt zusammen: Die Freude an der gemeinsamen Bewegung.  

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