Frühlingsdeko Marke Eigenbau : Der Riesenosterhase im Vorgarten

Mannsgroß steht Meister Lampe bei Frieda und Holger Buschhardt im Garten.  Fotos: Doris Ritzka
Mannsgroß steht Meister Lampe bei Frieda und Holger Buschhardt im Garten. Fotos: Doris Ritzka

Frieda Buschhardt, die gebürtige Ostfriesin, die in Dergenthin ein neues Zuhause fand, steht aufs Werkeln

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03. April 2015, 09:00 Uhr

Meister Lampe ist in Dergenthin wahrlich nicht zu übersehen. Mannsgroß stand er bis kurz vor dem Frühlingsfest im Vorgarten von Frieda und Holger Buschhardt. Über Ostern sind beide nun verreist und haben den Langohr samt Eierdeko bis zum nächsten Fest „eingemottet“. „Ich habe goldene Konfirmation und mein Mann Geburtstag. Also geht es dieses Mal nach Ostfriesland, wo mein Elternhaus steht. Ansonsten hätten wir hier Ostern gefeiert, natürlich mit Deko im Garten“, erzählt Frau Buschhardt.

Es muss so um 2001 gewesen sein, als die Buschhardts die Mühle in Dergenthin für sich entdeckten. So genau wisse sie das gar nicht mehr, denn irgendwie sei es, als habe sie schon immer in dem Dorf gelebt. Nach einem kleinen Ferienhaus hätten sie damals Ausschau gehalten, ihr neues Zuhause haben sie gefunden. „In Brake, wo wir bis dato wohnten, meine Kinder groß geworden sind, zur Schule gingen, habe ich mich nie so richtig heimisch gefühlt. Ich hatte Heimweh nach Ostfriesland“, erzählt die heute 64-Jährige. Durch ihre Tochter, die die Liebe in die Prignitz führte, seien sie und ihr Mann dann auf diesen Landstrich aufmerksam geworden, und sie hätten sich sofort in ihn verliebt. „Es sind die Menschen hier, die ich einfach mag.“

Sie heiße Frieda, das Sie und das Hochdeutsch seien nicht ihrs. Bei ihr heißt es Du und sie spreche am liebsten platt. Schon hatte sie mit den Nachbarn eine gemeinsame Sprache gefunden. Übern Gartenzaun wurde fortan geschwätzt oder beim Spaziergang durchs Dorf geschnattert.

Doch auch mal nur für sich zu sein mag sie, das Radio aufzudrehen und einfach mal nur so rumzuwurschteln, wie sie sagt. Oder aber spazieren zu gehen. Jeder etwas anders gearteter Zweig oder Moosfleck lasse die Fantasie dann mit ihr durchgehen. „Da rattert es im Gehirn, stelle ich mir vor, was daraus entstehen könnte.“

Und so entstand auch Meister Lampe im Vorgarten. Aus Blumendraht, Zeitungspapier und Bauschaum formte sie den Osterhasen – eine Nacht lang die Vorderansicht, die zweite Nacht das Hinterteil. Anschließend erhielt der Hase mit Pinsel und Farbe ein schickes Outfit im wahrsten Sinn des Wortes auf den Leib geschneidert. Knapp vier Tage, dann stand der Osterhase da in voller Pracht. Wind und Wetter können ihm nichts anhaben. „Er ist wetterfest.“

Auch die komplette Ostereierdeko im Vorgarten ist natürlich Marke Eigenbau. Zum Osterfest im nächsten Jahr werde alles wieder vor dem Haus in der Lenzener Straße zu bewundern sein, versichert Frieda.  

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