Perleberg : Der Pflegeberuf ist gefragt

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Schule für gesundheitliche Berufe in Perleberg informiert über Ausbildungsmöglichkeiten.

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02. Februar 2019, 16:00 Uhr

Der Tag der offenen Tür kommt bei Besuchern der Schule für gesundheitliche Berufe sehr gut an. Auf der großen Tafel sind die roten Bewertungspunkte alle unter der Sonne zu finden.

Die Auszubildenden des dritten Lehrjahres haben sich bis zuletzt intensiv auf diesen Donnerstag vorbereitet, um ihre Schule und die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger zu präsentieren. Bereits am Eingang stehen die Schüler und nehmen die Besucher in Empfang. Hier gibt es erste Informationen über die Schule und die Angebote.

Gekommen sind auch Jasmin Teßmer aus Perleberg und Michelle Frey aus Rambow. Die beiden Zehntklässlerinnen besuchen die Friedrich-Gedike-Oberschule und wollen im Oktober hier ihre Ausbildung beginnen. „Unsere Bewerbungen haben wir schon abgeschickt“, sagen sie. Den Tag wollen sie nutzen, um die Schule kennen zu lernen und etwas über die Ausbildung zu erfahren. Ausgiebig sehen sie sich um, testen sich an den Stationen aus. So erfahren sie auch, wie der Körper reagiert, wenn man älter ist. Sie erfahren, wie eingeschränkt das Handeln dann sein kann. Eines der Beispiele ist das Apfelschälen mit einem entsprechenden Handschuh.

Im Flur stehen neue Besucher. Eine junge Frau unterhält sich mit Berufsschullehrerin Christine Henning, die die verantwortliche Koordinatorin für den Tag der offenen Tür ist. Henning informiert sie über den Ausbildungsgang, der im April beginnt. Die Frau gehört zu den Berufsumsteigern. „Ich habe es mir in den Kopf gesetzt, in der Pflege zu arbeiten“, sagt sie. In ihrem jetzigen Beruf im Einzelhandel sieht sie keine Zukunft. „Mit dem Besuch beim Tag der offenen Tür will ich letztlich die Entscheidung fällen, ob ich diesen Schritt vollziehe. Und wenn, dann so schnell wie möglich“, sagt die Perlebergerin, die ihren Namen nicht öffentlich machen möchte. Deshalb würde sie dann schon im April mit der Ausbildung beginnen wollen. Von Christine Henning erfährt sie noch, dass in dieser Klasse Studienabbrecher, Berufsumsteiger und Schulabgänger, die keinen Ausbildungsplatz im Herbst bekommen haben, gemeinsam lernen. „Daher ist die Altersspanne sehr groß, sie liegt zwischen 17 und 45 Jahren.“ Dann verschwindet auch die junge Frau in einem der Klassenräume.

Das erste Ausbildungsjahr lässt sich heute beim Unterricht über die Schulter schauen, denn es ist Erste-Hilfe-Tag. Fleißig üben die Schüler, einen Druckverband anzulegen, laden auch die Besucher ein, sich zu versuchen. Im Nachbarzimmer geht es um die Reanimation. Zum Üben liegt eine Puppe am Boden.

Unter den Besuchern ist auch der Perleberger Stadtverordnete Joachim Richter mit seiner Frau. Beide lassen sich gerade erklären, was beim Blutdruckmessen im Arm des Patienten passiert. „Ich habe in der Zeitung von dem heutigen Tag gelesen“, so Richter. „Und ich war neugierig, was hier passiert. Da ich noch nie diese Schule besucht habe.“

Großes Interesse zeigen die Besucher auch an den Einsatzmöglichkeiten nach der Ausbildung. Anja Pfeiffer informiert gemeinsam mit einigen Mitschülerinnen über die zahlreichen Möglichkeiten. „Neben der Arbeit in verschiedenen Pflegeeinrichtungen könnt ihr nach der Ausbildung auch im Krankenhaus oder in einer Arztpraxis arbeiten“, erklärt sie. Außerdem bestünden diverse Studienmöglichkeiten bis hin zum Medizinstudium.

Natürlich berichten die Auszubildenden auch über ihre Erfahrungen, und die sichere Übernahme durch das Kreiskrankenhaus Prignitz. Für sie ein guter Start ins Berufsleben. Und wie sie uns wissen lassen, will das Gros auch hier bleiben. Eine bessere Werbung für ihre Schule können sie gar nicht machen.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

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