Frank Pape: Autodidakt in Sachen Kunst : Der Neu-Postliner Feuermann

Feuer hat für Frank Pape eine große Bedeutung -  von extravaganten Feuerschalen, Illuminationskörpern bis hin zur Feuershow.
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Feuer hat für Frank Pape eine große Bedeutung - von extravaganten Feuerschalen, Illuminationskörpern bis hin zur Feuershow.

Der Rodelberg des neuen Dorfgemeinschaftsplatzes in Postlin war bei der Einweihung in Licht und Feuer getaucht. Die Licht- und Feuershow bildete dabei einen Höhepunkt. Schöpfer der Feuerspiele war Frank Pape.

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25. September 2012, 11:32 Uhr

Postlin | In Licht und Feuer getaucht war der Rodelberg des neuen Dorfgemeinschaftsplatzes in Postlin, als Einwohner und Gäste ein Einweihungsfest feierten. Die Licht- und Feuershow bildete dabei einen Höhepunkt zu später Abendstunde. Schöpfer von Licht, großer Sonne, leuchtendem Mond und Feuerspiel war Frank Pape. "Ich habe mich damit dem Dorf vorgestellt. Die Resonanz der Besucher war sehr groß", freut sich der Neu-Postliner, der selbst von der gesamten Atmosphäre begeistert war. Der gebürtige Prenzlauer, der später mit den Eltern nach Grabow zog, lebt seit Januar 2011 in Postlin. Als freischaffender Künstler ist er seit 2007 tätig, und das sehr vielseitig.

"Das Feuer hat für mich eine große Bedeutung", betont der 45-Jährige. So kreiert er extravagante Feuerschalen, Gartenfackeln und Kochgestelle. Zum Feuer gehören auch Kerzen, so dass das Kerzenziehen ebenfalls ein Metier des Künstlers ist. Mit diesen Angeboten und auch Holzschnitzarbeiten für Kinder ist Pape mit einem Partner seit einigen Jahren auf Mittelaltermärkten von Marburg bis Sylt unterwegs.

Feuerspiele, wie sie jüngst die Postliner erlebten, sind ebenso das Metier des Künstlers. "Ich bin dabei, eine neue Feuershow aufzubauen und gebe auch Seminare für Interessenten, die an solchen Shows Spaß haben", erzählt Pape. Gebucht wird der Künstler ebenso für Illuminationen, um Schlösser, Ruinen oder Bauerngehöfte passend zur jeweiligen Festivität auszuleuchten. Erst jüngst gab er einem Gehöft bei Ahrensburg für eine große Party den stimmungsvollen Rahmen.

Neben Metall ist Holz für Pape ein Werkstoff, mit dem er sein Credo "Liebe ist für alle da" umsetzt. "Ich schnitze Herzen", so Pape. Unter seinen geschickten Händen entstehen keine schnulzigen Produkte, sondern stilvolle Unikate, mit denen er bereits in verschiedenen Ausstellungen vertreten war. Seit mehreren Jahren sind diese Schnitzereien Auftragsarbeiten von Hochzeitspaaren. "Jeder hat seine eigenen Wurzeln und mit der Liebe zu einem anderen Menschen wachsen die Herzen irgendwann zusammen."

Frank Pape hat kein Kunststudium absolviert. "Ich habe mir im Laufe der Jahre viele handwerkliche Fähigkeiten selbst angeeignet", erzählt der gelernte Klempner, der unter anderem mehrere Biogasanlagen als Prototypen mit aufbaute, auch die in Karstädt, und im Ausland auf Montage war. Die Ader zum Künstlerischen war jedoch schon immer da, zur richtigen Entfaltung kam sie erst mit dem Entschluss zur Freiberuflichkeit.

"Ich bin gegenwärtig beim Möbelbau", verrät Pape. In Arbeit ist ein mittelalterlicher Tafeltisch. "Entstehen soll auch eine komplette Draußen-Küche, mit der ich Interessenten Kurse im mittelalterliches Kochen anbieten will: angefangen vom Holzhacken für das Feuer bis hin zur Speisenzubereitung und dem Zusammensitzen am Feuer. Auch musiziere ich dazu. Das Ganze ist kein Gaststättenbetrieb, denn die Leute kochen selbst", nennt der Neu-Postliner ein weiteres Vorhaben.

Einrichten will der Künstler auf dem Bauerngehöft mit viel Platz für seine Arbeit einen Hofladen, ebenso soll die Fassade des Hauses saniert werden. "Ich habe viele Ideen im Kopf, wenn ich nur die Hälfte davon umsetzen kann, bin ich bis zu meinem 90. Lebensjahr ausgelastet", meint der 45-Jährige.

Nach Postlin kam er eher zufällig. "Ich war vorher zwei Jahre in einer Künstlergemeinschaft in Kremmin, wollte aber etwas Eigenes", verrät er. Im Internet stießen sein Vater und er auf das Gehöft in Postlin. Es liegt gegenüber einer Schmiede. "Ich schmiede auch. Postlin, -ich habe einen Post-Bulli, und dann die Petrus-Kregenow-Straße, benannt nach einem protestantischen Pfarrer, der viel für Kinder getan hat - mehr positiver Vorzeichen bedurfte es nicht, um mich hier nieder zu lassen", fasst Pape zusammen. Er habe die Entscheidung nicht bereut: "Ich fühle mich hier zu Hause, die Menschen sind sehr freundlich, auch gibt es sehr rührige Vereine."

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