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Weihnachtsaktion „Wünschewagen“ : Der letzte Wunsch bringt Frieden

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Ute Gajewski erzählt von den Erfahrungen ehrenamtlicher Hospizarbeiter. Spenden ist ganz einfach mit unserem Überweisungsschein.

von
erstellt am 06.Dez.2017 | 21:00 Uhr

Den letzten Wunsch eines Sterbenden kann man nicht erahnen. Das hat Ute Gajewski in ihrer jahrelangen Hospizarbeit erfahren. Zu unterschiedlich sind die Wünsche. Das gemeinsame Singen der „Caprifischer“ ist so ein Beispiel. Oder die Lust auf Geleebananen und Aal in Aspik mit Bratkartoffeln. „Wann immer es uns möglich ist, versuchen wir den Wunsch zu erfüllen, können vielleicht auch mal eine Fahrt in den früheren Wohnort des Patienten realisieren“, sagt Gajewski.

Aber manche Wünsche überfordern die Möglichkeiten der ehrenamtlichen Hospizarbeiter. „Umso wichtiger ist es, dass es den Wünschewagen gibt“, meint die Koordinatorin des Ambulanten Diakonie-Hospizes in der Prignitz. Seine Ausstattung und das Team der Mitarbeiter könnten insbesondere schwerstkranken Menschen Wünsche erfüllen. „Die Erfüllung kann sehr wichtig sein, damit der Mensch in Frieden sterben kann“, weiß Ute Gajewski. Deshalb begrüßt sie die Spendenaktion unserer Zeitung.

Seit 2006 engagiert sich die gelernte Krankenschwester in der Hospizarbeit. Sie hat für einen ambulanten Pflegedienst gearbeitet und übernahm 2013 die Koordinatorenstelle. Aktuell gibt es rund 19 aktive Mitarbeiter. „Wenn Kranke oder Angehörige uns um Unterstützung baten, mussten wir bisher nie absagen“, betont Gajewski. Das sei aber nur möglich, wenn regelmäßig neue Helfer das Team verstärken.

Gemeinsam mit dem DAK Hospizdienst werde jährlich ein Vorbereitungskurs angeboten. Der nächste beginnt im Februar und endet im November. Monatlich treffen sich die Teilnehmer immer samstags. Sie werden geschult, auf die Arbeit vorbereitet. „Sie müssen sehr offen sein, es geht um Vertrauen und niemand darf gegenüber einem Patienten voreingenommen sein“, fasst Ute Gajewski zusammen.

Wie viel Zeit die Helfer mit einem Patienten verbringen, könne dieser selbst bestimmen, sei abhängig von seinem Gesundheitszustand. Tägliche oder wöchentliche Besuche sind möglich. „Einige unserer Ehrenamtler sind berufstätig, das berücksichtigen wir“, sagt die Koordinatorin.

Sie und ihr Team kennen das Konzept des Wünschewagens, der beim Arbeiter Samariter Bund (ASB) in Potsdam stationiert und für ganz Brandenburg zuständig ist. Gegenüber unserer Zeitung hat Pressesprecherin Cindy Schönknecht angekündigt, verstärkt in der Prignitz aktiv zu werden, wenn Wünsche von Sterbenden gemeldet werden.

Die Unterstützung durch unsere Spendenaktion sei wertvoll. „Herzlichen Dank für den sehr gelungenen Artikel. Heute sind wieder 505 Euro dank Ihrer Spendenaktion auf unserem Wünschewagenkonto eingegangen. Großartige Sache, die Sie und Ihre Kollegen für uns auf die Beine stellen“, schrieb Cindy Schönknecht am Mittwoch nach unserem jüngsten Artikel.

Ute Gajewski erinnert sich an eine Patientin, die unbedingt mit ihr einen Schnaps trinken wollte. „Ich lehnte immer ab, war ja im Dienst und musste Auto fahren.“ Aber eines Tages bat die Frau wieder darum. „Ich schenkte ihr einen Likör ein und mir heimlich einen Brombeersaft. Wir stießen an und danach war sie sehr, sehr glücklich“, erinnert sich Gajewski.

Die Beispiele zeigen, dass es völlig unterschiedliche Wünsche gibt, kleine und große. Aber egal, was es für einer ist: „Wir sollten versuchen, diesen zu erfüllen.“

Jeder Euro hilft... Liebe Leserinnen, liebe Leser, mit unserer Weihnachtsspendenaktion 2017 helfen wir Menschen, die niemanden haben, der ihnen einen letzten, sehnlichen Wunsch erfüllt. Wir sammeln für den Wünschewagen des ASB in Mecklenburg-Vorpommern und in der Prignitz. Wir machen es Ihnen einfach zu spenden. Am Donnerstag finden Sie in Ihrer Zeitung einen Überweisungsträger. Füllen Sie ihn bitte aus und denken Sie an die Menschen, denen nicht mehr viel Zeit bleibt. Herzlichen Dank!

Kontodaten
ASB-Landesverband MV e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE82 1002 0500 0001 4951 00
BIC: BFSWDE33BER
Stichwort „Weihnachtsaktion Wünschewagen“

Spenden für die Prignitz:
ASB-LV Brandenburg e.V.
IBAN: DE49 100 20 50 0000 3545 401

Bitte schreiben Sie für die Spendenquittung Ihre Adresse und Ihren Namen in die Zeilen für den Verwendungszweck. Vermerken Sie dort auch, falls Sie in der Zeitung nicht als Spender genannt werden möchten.

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