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Roland Kaiser in Wittenberge : Der Kaiser kommt

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Schlagerstar gibt morgen auf der Ölmühle sein drittes Konzert / Im Gespräch verrät er seinen Lieblingshit und spricht über die Wiedergeburt des Schlagers

von
erstellt am 20.Aug.2014 | 23:24 Uhr

Wenn Roland Kaiser morgen die Bühne der Ölmühle betritt, wird es sein drittes Konzert im dritten Jahr nacheinander in Wittenberge sein. Redakteur Hanno Taufenbach sprach mit dem Sänger über die Besonderheit dieser Spielstätte und über die Wiedergeburt des deutschen Schlagers.

 

Herr Kaiser, ich kenne keinen namhaften Sänger, der drei Jahre lang in Folge ein Solokonzert in Wittenberge gab. Was zieht Sie nach 2012 und 2013 erneut in unsere Stadt?

Roland Kaiser: Ich habe mich hier wohl gefühlt, es waren zwei schöne Abende, zwei erfolgreiche Konzerte.

Unterschiedet sich denn das Publikum von dem in anderen Städten?

Nein, das nicht. Die Künstler agieren, das Publikum reagiert. Es liegt also an uns, ob wir das Publikum begeistern oder nicht.

Auf was dürfen sich Ihre Fans freuen?

Es wird neben meinen großen Hits aus 40 Jahren in jedem Fall neue Titel aus meinem aktuellen Album „Seelenbahnen“ zu hören geben. Das Konzert ist eine Zeitreise durch meinen beruflichen Werdegang. Ich beginne 1974 und ende im Jahr 2014.

Gibt es aus Ihrer langen Laufbahn ein Lied, welches Ihnen persönlich besonders gut gefällt, zu dem Sie eine ganz besondere Bindung haben?

„Bis zum nächsten Mal“ singe ich bei all meinen Konzerten ganz am Ende. Dieses Abschiedslied gefällt mir sehr gut.

Haben Sie schon mal während eines Auftritts den Text vergessen?

Manchmal ist man bei Live-Auftritten einen Augenblick abgelenkt, das kann durch Situationskomik auf der Bühne passieren, weil ein Besucher besonders laut lacht oder man ein Geschenk auf der Bühne bekommt. Da kann man mal seinen Einsatz verpassen, aber einen Text habe ich noch nie vergessen.

Der deutsche Schlager erlebte dank Helene Fischer seine Wiedergeburt. Was schätzen Sie an Helene?

Zunächst einmal ist das ein Verdienst von Andrea Berg, Udo Jürgens, Helene Fischer und vielen anderen Kollegen, die alle Anteil an dieser qualitativen Aufwertung des Schlagers in der öffentlichen Wahrnehmung haben. Helene Fischer ist davon abgesehen eine absolute Ausnahmekünstlerin.

Ich kenne Helene sehr gut, ihr herausragender Erfolg ist berechtigt. Sie ist das erste Allround-Talent seit Caterina Valente.

Haben Sie einmal mit dem Gedanken gespielt, vom Schlager in ein andere Metier zu wechseln?

Niemals.

Was macht einen guten Schlager aus?

Die Mehrheit der Menschen muss sich temporär mit diesem identifizieren können. Das mit einem neuen Titel zu erreichen, ist heute viel schwerer als früher, das Angebot ist viel größer geworden.

Wenn der Schlager seine Wiederauferstehung feiert, hätte dann nicht auch ein Format wie die einstige Hitparade unter Dieter Thomas Heck wieder eine Chance?

Formate sind nicht schlecht, nur weil sie alt sind. Die Verantwortlichen müssen prüfen, ob eine Hitparade mehrheitsfähig wäre. Ich persönlich halte das Format in der damaligen Form der Präsentation für überholt.

Gibt es eine Spielstätte, eine Bühne, auf der Sie noch einmal stehen möchten?

Sicher, da gibt es viele, auf die ich immer wieder gern zurückkehre. Aber wenn Sie meinen, ob es eine Bühne gibt, auf der ich einmal im Leben auftreten möchte: Nein, keine bestimmte. Jede Spielstätte hat ihren Reiz und die Kulisse macht sie dann vielleicht noch reizvoller. So ist es am Elbufer in Dresden oder auch in Wittenberge, wenn man direkt auf die Elbe blicken kann.

Danke für das Gespräch.

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